WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 43 von 244
C03 · Wirkungsökonomische Theory of Change#
Integratives Wirkungsmodell Modellieren Version 1.0 · Quellen: INT-01 · INT-03 · EXT-IMP-02 · EXT-IMP-03 · EXT-IMP-10 Eine Theory of Change um negative Wirkungen, Nichtkompensation, Systemhebel, Rückkopplung, Transformationswirkung und Entscheidungstore erweitern.
Verbindlicher Output Gesamtmodell von Ausgangslage, Voraussetzungen, Interventionen, Wirkungspfaden, Risiken, Grenzen, Lernfragen und Governance.
Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz, wenn eine Intervention, Strategie oder Idee eine explizite und prüfbare Wirkungslogik benötigt. Nicht geeignet Nicht als Kausalitätsbeweis oder statisches Versprechen behandeln.
Dauer 1–3 Workshops plus Recherche Beteiligte Interdisziplinäres Kernteam, Betroffene und Entscheider:innen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: B/C01/C02. Nachfolger: D03, E02, H02.
Vorgehen#
1. Langfristigen Zielzustand und Referenzrahmen klären.
2. Voraussetzungen und notwendige Zwischenzustände rückwärts modellieren.
3. Interventionen und Wirkmechanismen zuordnen.
4. Negative Wirkungen, rote Linien und Engpässe ergänzen.
5. Systemhebel und Wirkungen dritter Ordnung modellieren.
6. Indikatoren, Lernfragen, Gates und Verantwortlichkeiten festlegen.
Leitfragen#
Welche notwendigen Bedingungen werden oft als selbstverständlich angenommen?
Welche Wirkung darf nicht eintreten? Wie verändert die Intervention Regeln und künftige Handlungsoptionen?
C03 · Wirkungsökonomische Theory of Change – Fortsetzung
Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#
Mehrschichtige ToC: Zielzustand oben; darunter Outcomes/Outputs/Aktivitäten; Seitenleisten für Annahmen, negative Wirkung, Grenzen, Daten und Governance.
Qualitätskriterien#
Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.
Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.
Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.
Rückwärtslogik und Vorwärtsprüfung sind konsistent.
Negative und positive Wirkungen stehen im selben Modell.
Governance und Lernschleifen sind integriert.
Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#
Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.
Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.
ToC nicht als einmalige Förderlogik einfrieren.
Große Diagramme brauchen modulare Ebenen.
Quellen- und Herkunftslinie#
Interne und externe Anschlussquellen: INT-01 · INT-03 · EXT-IMP-02 · EXT-IMP-03 · EXT-IMP-10. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.