WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 44 von 244
C04 · Outcome- und Empfängerlandkarte#
Outcome Mapping Modellieren Version 1.0 · Quellen: INT-02 · EXT-IMP-04 · EXT- IMP-08 Verhaltens-, Beziehungs-, Praxis- und Zustandsveränderungen bei konkreten Wirkungsempfängern statt nur organisationsinterne Outputs planen. Verbindlicher Output Empfängerbezogene Outcome-Landkarte mit Fortschrittsmarkern, Einflussbereich und Beobachtungsplan.
Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz, wenn eine Intervention, Strategie oder Idee eine explizite und prüfbare Wirkungslogik benötigt. Nicht geeignet Nicht als Kausalitätsbeweis oder statisches Versprechen behandeln.
Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: A04, C01. Nachfolger: D03, H05.
Vorgehen#
1. Empfängergruppen und Systemrollen bestimmen.
2. Gewünschte Veränderungen pro Gruppe formulieren.
3. Direkten Einfluss, Beitrag und außerhalb liegende Faktoren trennen.
4. Frühe, mittlere und tiefe Fortschrittsmarker definieren.
5. Negative oder exkludierende Outcomes ergänzen.
6. Beobachtung und Beteiligung vereinbaren.
Leitfragen#
Was verändert sich bei Empfängern, nicht nur in der Organisation?
Was liegt im Kontroll-, Einfluss- oder Interessenbereich?
Welche Gruppe könnte schlechter gestellt werden?
C04 · Outcome- und Empfängerlandkarte – Fortsetzung
Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#
Zeilen je Empfängergruppe; Spalten frühe, mittlere, tiefe Veränderung; Ring markiert eigenen Einflussbereich.
Qualitätskriterien#
Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.
Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.
Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.
Outcomes sind beobachtbar und empfängerbezogen.
Beitrag wird nicht als vollständige Kontrolle dargestellt.
Negative Verteilungswirkungen werden erfasst.
Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#
Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.
Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.
Verhaltensänderung nicht automatisch als Wohlergehensgewinn bewerten.
Empfänger nicht instrumentalisieren.
Quellen- und Herkunftslinie#
Interne und externe Anschlussquellen: INT-02 · EXT-IMP-04 · EXT-IMP-08. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.