WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 50 von 244
C10 · Transformationswirkungs-Logik#
Systemveränderungsmodell Modellieren Version 1.0 · Quellen: INT-01 · INT-08 · EXT-SYS-02 · EXT-IMP-10 · EXT-IMP-08 Erfassen, ob und wie eine Intervention Entscheidungsregeln, Standards, Infrastrukturen, Märkte, Machtverhältnisse oder Handlungspfade verändert.
Verbindlicher Output Transformationsmodell mit Hebel, Diffusion, Standardsetzung, Pfadveränderung, Resilienzgewinn und Risiken.
Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz, wenn eine Intervention, Strategie oder Idee eine explizite und prüfbare Wirkungslogik benötigt. Nicht geeignet Nicht als Kausalitätsbeweis oder statisches Versprechen behandeln.
Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: B08/B10/C03. Nachfolger: D09, E05, F14.
Vorgehen#
1. Operative Netto-Wirkung als Mindestbasis prüfen.
2. Zu verändernde Systemlogik benennen. 3. Hebel und vermittelnde Akteure bestimmen.
4. Diffusions-, Skalierungs- und Standardpfade modellieren.
5. Macht-, Verteilungs- und Lock-in-Risiken ergänzen.
6. Transformationsindikatoren und Lernschleifen definieren.
Leitfragen#
Welche Entscheidungsstruktur verändert sich?
Entsteht ein neuer Standard oder nur mehr Menge?
Wer gewinnt oder verliert Macht durch die Transformation?
C10 · Transformationswirkungs-Logik – Fortsetzung
Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#
Mehrstufige Karte: Intervention → operative Wirkung → Hebel → Diffusion/Regeländerung → neuer Systempfad; Risikospur darunter.
Qualitätskriterien#
Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.
Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.
Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.
Transformation setzt positive Netto-Wirkung voraus.
Systempfad und Mechanismus sind konkret. Lock-in und Machtkonzentration werden geprüft.
Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#
Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.
Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.
Skalierung nicht automatisch Transformation nennen.
Systemveränderung kann auch negativ sein.
Quellen- und Herkunftslinie#
Interne und externe Anschlussquellen: INT-01 · INT-08 · EXT-SYS-02 · EXT-IMP-10 · EXT-IMP-08. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.