WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 49 von 244

C09 · Wirkungsresilienz-Pfade#

PDF-Fassung

Resilienzdesign Modellieren Version 1.0 · Quellen: INT-01 · INT-03 · EXT-SYS-13 · EXT-SYS-14 · EXT-MGT-14 Fähigkeiten und Pfade entwerfen, mit denen wesentliche positive Wirkung unter Störungen erhalten, angepasst oder regeneriert wird. Verbindlicher Output Resilienzarchitektur aus kritischen Funktionen, Redundanz, Diversität, Puffer, Anpassung, Wiederherstellung und Lernen.

Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz, wenn eine Intervention, Strategie oder Idee eine explizite und prüfbare Wirkungslogik benötigt. Nicht geeignet Nicht als Kausalitätsbeweis oder statisches Versprechen behandeln.

Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: B12/C08. Nachfolger: D10, E02, H06.

Vorgehen#

1. Kritische Wirkungsfunktionen bestimmen.

2. Verwundbarkeiten und Abhängigkeiten analysieren.

3. Erhaltungs-, Anpassungs- und Transformationsschwellen definieren.

4. Redundanz, Diversität, Modularität und Puffer prüfen.

5. Wiederherstellungs- und Schutzpfade entwickeln.

6. Indikatoren und Übungen festlegen.

Leitfragen#

 Welche Wirkung muss auch im Krisenfall erhalten bleiben?

 Wann reicht Anpassung nicht mehr und Transformation wird nötig?

 Welche Redundanz wirkt ineffizient, ist aber systemisch notwendig?

C09 · Wirkungsresilienz-Pfade – Fortsetzung

Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#

Drei Pfade: absorbieren, anpassen, transformieren; je Pfad Funktionen, Schwellen, Fähigkeiten und Verantwortliche.

Qualitätskriterien#

 Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.

 Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.

 Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.

 Kritische Funktionen sind priorisiert.  Resilienz umfasst Menschen und Institutionen, nicht nur Technik.

 Lernen nach Störung ist eingebaut.

Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#

 Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.

 Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.

 Resilienz nicht mit Rückkehr zum schädlichen Ausgangszustand verwechseln.

 Pufferkosten transparent machen.

Quellen- und Herkunftslinie#

Interne und externe Anschlussquellen: INT-01 · INT-03 · EXT-SYS-13 · EXT-SYS-14 · EXT-MGT-14. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.