WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 48 von 244
C08 · Wirkungsszenarien und Zukunftsbilder#
Foresight-Methode Modellieren Version 1.0 · Quellen: INT-01 · INT-03 · EXT-PUB-04 · EXT-PUB-10 · EXT-MGT-14 Mehrere plausible Zukunftskontexte entwickeln, um Strategien, Wirkungsmodelle und Annahmen auf Robustheit und blinde Flecken zu prüfen. Verbindlicher Output Drei bis fünf plausible Szenarien mit Treibern, Wirkungszuständen, Kipppunkten, Signalen und strategischen Implikationen.
Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz, wenn eine Intervention, Strategie oder Idee eine explizite und prüfbare Wirkungslogik benötigt. Nicht geeignet Nicht als Kausalitätsbeweis oder statisches Versprechen behandeln.
Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: B09/B12. Nachfolger: C09, E02, E11.
Vorgehen#
1. Zeithorizont und Fokusfrage bestimmen.
2. Treiber, Unsicherheiten und vorbestimmte Entwicklungen sammeln.
3. Kritische Unsicherheiten auswählen. 4. Konsistente Szenarien ausarbeiten. 5. Wirkungen auf Mensch, Planet und Demokratie je Szenario analysieren.
6. Robuste Maßnahmen, Optionen und Signale ableiten.
Leitfragen#
Welche Zukunft ist plausibel, obwohl sie unserer Strategie widerspricht?
Welche Wirkung bleibt in allen Szenarien wichtig?
Welche Signale zeigen, dass sich ein Szenario materialisiert?
C08 · Wirkungsszenarien und Zukunftsbilder – Fortsetzung
Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#
Szenariokreuz oder morphologischer Raum; pro Szenario eine Wirkungsprofilkarte und Frühindikatoren.
Qualitätskriterien#
Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.
Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.
Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.
Szenarien sind plausibel, unterscheidbar und nicht bloß gut/schlecht.
Wirkungsverteilung wird je Szenario betrachtet.
Optionen erhalten Trigger.
Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#
Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.
Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.
Szenarien nicht als Prognosen verkaufen. Extremwerte und Machtverschiebungen nicht ausblenden.
Quellen- und Herkunftslinie#
Interne und externe Anschlussquellen: INT-01 · INT-03 · EXT-PUB-04 · EXT-PUB-10 · EXT-MGT-14. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.