WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 63 von 244

D12 · Evaluations- und Lernfragen-Design#

PDF-Fassung

Evaluationsplanung Bewerten Version 1.0 · Quellen: INT-02 · EXT-IMP-01 · EXT- IMP-18 · EXT-IMP-19 · EXT-IMP-22 Eine verhältnismäßige Evaluation entwerfen, die Relevanz, Kohärenz, Wirksamkeit, Effizienz, Wirkung, Nachhaltigkeit und WÖMS-spezifische Systemfragen beantwortet.

Verbindlicher Output Evaluationsdesign mit Fragen, Kriterien, Methodenmix, Vergleichslogik, Beteiligung, Zeitplan und Nutzung.

Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz, wenn Wirkung priorisiert, gemessen, bewertet, verglichen oder evaluiert werden soll. Nicht geeignet Nicht zur Scheingenauigkeit, Personenbewertung oder Kompensation schwerer Schäden verwenden. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: C03/D03/D10. Nachfolger: C05, H07/H08.

Vorgehen#

1. Entscheidungsnutzer:innen und Nutzung klären.

2. Evaluationsfragen aus ToC, Risiken und Gates ableiten.

3. OECD-DAC-Kriterien und WÖMS-Kriterien auswählen.

4. Methodenmix und Vergleichs-/Beitragslogik festlegen.

5. Beteiligung, Ethik und Datenschutz planen.

6. Bericht, Rückmeldung und Entscheidungsnutzung verbindlich machen.

Leitfragen#

 Wer braucht welche Evidenz für welche Entscheidung?

 Welche Frage kann realistisch beantwortet werden?

 Wie werden unerwartete Wirkungen erfasst?

D12 · Evaluations- und Lernfragen-Design – Fortsetzung

Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#

Evaluationsmatrix Frage × Kriterium × Indikator × Methode × Quelle × Zeitpunkt × Entscheidung.

Qualitätskriterien#

 Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.

 Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.

 Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.

 Nutzung ist vor Erhebung geklärt.  Methoden passen zur Kausal- und Kontextfrage.

 Betroffene und negative Wirkungen sind einbezogen.

Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#

 Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.

 Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.

 Evaluation nicht als nachträgliche Legitimation planen.

 Methodenkomplexität muss verhältnismäßig bleiben.

Quellen- und Herkunftslinie#

Interne und externe Anschlussquellen: INT-02 · EXT-IMP-01 · EXT-IMP-18 · EXT-IMP-19 · EXT-IMP-22. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.