WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 62 von 244

D11 · Wirkungsbilanz und Leistungszerlegung#

PDF-Fassung

Bilanzierungsrahmen Bewerten Version 1.0 · Quellen: INT-01 · INT-02 · INT-03 · EXT- MGT-05 Wirkleistung, Scheinleistung, Blindleistung und Verlustleistung eines Projekts, Portfolios oder Systems sichtbar machen. Verbindlicher Output Wirkungsbilanz mit realen Zustandsverbesserungen, bloßen Aktivitäten, systemerhaltendem Aufwand und verursachten Verlusten.

Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz, wenn Wirkung priorisiert, gemessen, bewertet, verglichen oder evaluiert werden soll. Nicht geeignet Nicht zur Scheingenauigkeit, Personenbewertung oder Kompensation schwerer Schäden verwenden. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: D07/D08. Nachfolger: E04/E06/G03.

Vorgehen#

1. Aktivitäten, Ressourcen und Ergebnisse erfassen.

2. Nachgewiesene Wirkleistung bestimmen. 3. Scheinleistung ohne Zustandsänderung markieren.

4. Blindleistung als notwendige oder vermeidbare Systembelastung erfassen.

5. Verlustleistung und externe Schäden zuordnen.

6. Konsequenzen für Ressourcen und Prozessdesign ableiten.

Leitfragen#

 Welche Aktivität erzeugt Bewegung, aber keine Zustandsverbesserung?

 Welche Blindleistung ist Schutz oder Resilienz und welche vermeidbar?

 Wo verursacht Leistung an einer Stelle Verlust an anderer?

D11 · Wirkungsbilanz und Leistungszerlegung – Fortsetzung

Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#

Vierfach-Bilanz mit Mengen/Qualität, Kosten, Wirkungsempfängern und Entscheidungsfolge.

Qualitätskriterien#

 Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.

 Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.

 Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.

 Leistungsarten sind definiert und belegt.

 Notwendige Schutz- und Resilienzleistung wird nicht als Verschwendung abgewertet.

 Ressourcenkonsequenzen werden gezogen.

Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#

 Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.

 Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.

 Physikalische Begriffe nur als Leitmetapher, nicht als naturwissenschaftliche Gleichsetzung verwenden.

 Personalaufwand nicht pauschal als Blindleistung klassifizieren.

Quellen- und Herkunftslinie#

Interne und externe Anschlussquellen: INT-01 · INT-02 · INT-03 · EXT-MGT-05. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.