WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 65 von 244

E01 · Wirkungszielbild#

PDF-Fassung

Strategische Orientierung Entscheiden Version 1.0 · Quellen: INT-01 · INT-03 · EXT-MGT-01 · EXT-SYS-02 Ein attraktives, konkretes und überprüfbares Bild des angestrebten Systemzustands entwickeln, ohne es mit Maßnahmen zu verwechseln. Verbindlicher Output Zielbild 3-10 Jahre mit Zuständen, Empfängern, Grenzen, Indikatoren und Nicht-Zielen.

Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz, wenn Wirkung in Ziele, Ressourcen, Portfolios, Governance oder formale Entscheidungen überführt werden muss. Nicht geeignet Nicht als paralleles Nachhaltigkeitssystem neben der eigentlichen Steuerung betreiben. Dauer 90-150 Minuten Beteiligte 5-10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: A02/B01/C08. Nachfolger: E02/E03.

Vorgehen#

1. Ausgangszustand und Referenzrahmen zusammenführen.

2. Gewünschte Zustände für Mensch, Planet und Demokratie beschreiben.

3. Verteilung, Qualität und Zugang konkretisieren.

4. Wirkungsgrenzen und Nicht-Ziele ergänzen.

5. Beobachtbare Merkmale und Zeithorizonte definieren.

6. Zielbild mit Betroffenen und Entscheidungsgremien validieren.

Leitfragen#

 Wie sieht der Zustand aus, nicht nur die Organisation?

 Wer erlebt die Verbesserung konkret?  Welche vermeintlich positive Zukunft lehnen wir ausdrücklich ab?

E01 · Wirkungszielbild - Fortsetzung

Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#

Zukunftsbild mit drei Dimensionen und einer Interdependenzzone; darunter Indikatoren und Nicht-Ziele.

Qualitätskriterien#

 Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.

 Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.

 Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.

 Zielbild ist zustands- und empfängerbezogen.

 Nicht-Ziele und Grenzen sind enthalten.  Es ist ambitioniert, aber überprüfbar.

Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#

 Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.

 Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.

 Vision nicht mit Slogan verwechseln.  Technologie oder Wachstum nicht zum Zielzustand erklären.

Quellen- und Herkunftslinie#

Interne und externe Anschlussquellen: INT-01 · INT-03 · EXT-MGT-01 · EXT-SYS-02. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.