WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 88 von 244

F11 · Lieferketten-Wirkungs-Canvas#

PDF-Fassung

Supply-Chain Design Gestalten Version 1.0 · Quellen: INT-09 · INT-06 · INT-07 · EXT- MGT-15 · EXT-NORM-02 · EXT-NORM-15 Lieferketten als Wirkungs- und Risikonetz statt als reine Kostenkette gestalten.

Verbindlicher Output Lieferkettenkarte mit Stufen, WÖk-IDs, Wirkungen, Datenqualität, Macht, Risiken, Alternativen und Entwicklungsplan.

Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz für neue oder zu transformierende Angebote, Produkte, Services, Geschäfts-, Plattform- oder Finanzierungsmodelle.

Nicht geeignet Nicht mit Nutzerattraktivität oder Umsatzpotenzial beginnen, bevor Problem, Betroffene und Grenzen geklärt sind. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: F10/D05. Nachfolger: E07/H05/H08.

Vorgehen#

1. Kette bis zu relevanten Ursprüngen kartieren.

2. Wirkungs- und Datenobjekte je Stufe definieren.

3. Arbeits-, Umwelt-, Gesundheits- und Demokratierisiken bewerten.

4. Macht, Abhängigkeit und Beschaffungsanreize analysieren.

5. Alternativen, Entwicklung und Kreisläufe gestalten.

6. Verträge, Scorecards, DPP und Monitoring verankern.

Leitfragen#

 Wo endet vertragliche, aber nicht wirkungsbezogene Verantwortung?

 Welche Lieferantenmacht verhindert Verbesserung?

 Welche Daten müssen einmal erhoben und mehrfach genutzt werden?

F11 · Lieferketten-Wirkungs-Canvas – Fortsetzung

Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#

Netzkarte statt linearer Kette; Knoten mit Score, Datenqualität und Macht; Pfade für Material, Geld, Information und Verantwortung.

Qualitätskriterien#

 Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.

 Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.

 Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.

 Kette umfasst indirekte und risikorelevante Stufen.

 Lieferantenentwicklung und faire Lastenteilung sind vorgesehen.

 Datenanforderungen sind verhältnismäßig.

Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#

 Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.

 Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.

 Kleine Lieferanten nicht durch Datenpflichten verdrängen.

 Audit allein ersetzt keine Anreizänderung.

Quellen- und Herkunftslinie#

Interne und externe Anschlussquellen: INT-09 · INT-06 · INT-07 · EXT-MGT-15 · EXT-NORM-02 · EXT-NORM-15. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.