WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 87 von 244

F10 · Produktlebenszyklus-Wirkungs-Canvas#

PDF-Fassung

Lifecycle Design Gestalten Version 1.0 · Quellen: INT-01 · INT-09 · EXT- NORM-15 · EXT-NORM-16 · EXT-SYS-17 Wirkungen von Rohstoffen über Herstellung, Distribution, Nutzung, Wartung und Ende des Lebenszyklus gemeinsam gestalten. Verbindlicher Output Lebenszyklusprofil mit Hotspots, Empfängern, Daten, Kreisläufen, Grenzen und Designentscheidungen.

Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz für neue oder zu transformierende Angebote, Produkte, Services, Geschäfts-, Plattform- oder Finanzierungsmodelle.

Nicht geeignet Nicht mit Nutzerattraktivität oder Umsatzpotenzial beginnen, bevor Problem, Betroffene und Grenzen geklärt sind. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: F03/D01. Nachfolger: F11/F13/D07.

Vorgehen#

1. Funktionseinheit und Lebenszyklusgrenze festlegen.

2. Stufen und Akteure kartieren. 3. Wirkungen für Mensch, Planet und Demokratie je Stufe erfassen.

4. Hotspots, Verlagerungen und Nutzungseffekte identifizieren.

5. Kreislauf-, Reparatur- und Rücknahmedesign entwickeln.

6. Scorecard, DPP-Daten und Entscheidungen ableiten.

Leitfragen#

 Wo entsteht die dominante Wirkung?  Welche Nutzungsannahme ist unrealistisch?

 Kann das Produkt repariert, geteilt, wiederverwendet oder sicher zurückgeführt werden?

F10 · Produktlebenszyklus-Wirkungs-Canvas – Fortsetzung

Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#

Horizontale Lebenszyklusspur; je Stufe drei Wirkungszeilen und Daten-/Verantwortungsspur; Kreislaufpfeile.

Qualitätskriterien#

 Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.

 Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.

 Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.

 Funktionseinheit und Grenzen sind klar.  Soziale und institutionelle Wirkungen ergänzen ökologische LCA.

 Verlagerung wird geprüft.

Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#

 Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.

 Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.

 LCA nicht auf CO₂ reduzieren.  Recycling nicht als Freibrief für hohen Durchsatz verwenden.

Quellen- und Herkunftslinie#

Interne und externe Anschlussquellen: INT-01 · INT-09 · EXT-NORM-15 · EXT-NORM-16 · EXT-SYS-17. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.