WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 93 von 244

G01 · Organisationswirkungs-Canvas#

PDF-Fassung

Organisationsdesign Bedingungen gestalten Version 1.0 · Quellen: INT-01 · INT-03 · EXT-MGT-01 · EXT-SYS-04 · EXT-MGT-20 Die Organisation als Wirkungssystem aus Zweck, Rollen, Prozessen, Netzwerken, Ressourcen, Daten, Anreizen, Governance und Lernen gestalten.

Verbindlicher Output Organisationsblueprint mit Wirkungskern, Betriebsmodell und Entwicklungsprioritäten.

Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz, wenn organisatorische Strukturen, Führung, Kultur, Macht, Anreize oder Kompetenzen die Wirkung begrenzen. Nicht geeignet Nicht zur Individualisierung struktureller Probleme oder zur moralischen Bewertung von Mitarbeitenden verwenden. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: E02/E08. Nachfolger: G02–G08/H03.

Vorgehen#

1. Wirkungszweck und Kernleistungen klären.

2. Wirkungsräume und kritische Prozesse kartieren.

3. Rollen, Teams und Netzwerke zuordnen. 4. Daten-, Entscheidungs- und Ressourcenflüsse modellieren.

5. Anreize, Kultur, Macht und Governance prüfen.

6. Lern- und Transformationsarchitektur festlegen.

Leitfragen#

 Welche Struktur unterstützt Wirkung und welche nur historische Zuständigkeit?

 Wo brechen Informationen oder Verantwortung ab?

 Welche Fähigkeit muss im Netzwerk statt intern liegen?

G01 · Organisationswirkungs-Canvas – Fortsetzung

Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#

Neun-Felder-Canvas um einen Wirkungskern; Verbindungslinien zeigen Informations-, Entscheidungs- und Ressourcenflüsse.

Qualitätskriterien#

 Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.

 Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.

 Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.

 Struktur folgt Wirkungspfaden.  Formelle und informelle Netzwerke sind sichtbar.

 Lernen und Widerspruch sind eingebaut.

Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#

 Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.

 Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.

 Organigramm nicht mit Organisation verwechseln.

 Netzwerkromantik darf Verantwortlichkeit nicht auflösen.

Quellen- und Herkunftslinie#

Interne und externe Anschlussquellen: INT-01 · INT-03 · EXT-MGT-01 · EXT-SYS-04 · EXT-MGT-20. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.