WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 94 von 244
G02 · Wirkungsführungsrad#
Führungsmethode Bedingungen gestalten Version 1.0 · Quellen: INT-01 · INT-03 · EXT-MGT-01 · EXT-MGT-10 · EXT-SYS-06 Führung als Gestaltung von Orientierung, Bedingungen, Entscheidungen, Rückkopplung, Schutz, Lernen und Selbstwirksamkeit operationalisieren. Verbindlicher Output Führungsprofil und Teamvereinbarung mit sieben Führungsfunktionen und beobachtbaren Praktiken.
Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz, wenn organisatorische Strukturen, Führung, Kultur, Macht, Anreize oder Kompetenzen die Wirkung begrenzen. Nicht geeignet Nicht zur Individualisierung struktureller Probleme oder zur moralischen Bewertung von Mitarbeitenden verwenden. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: G01/E09. Nachfolger: G04/G06/G08.
Vorgehen#
1. Wirkungsauftrag und Teamkontext klären.
2. Orientierung und Entscheidungsräume definieren.
3. Ressourcen, Schutz und psychologische Sicherheit prüfen.
4. Informations- und Feedbackschleifen gestalten.
5. Widerspruch, Lernen und Fehlerkorrektur vereinbaren.
6. Führungspraxis regelmäßig reflektieren.
Leitfragen#
Welche Bedingung muss Führung schaffen, statt Verhalten zu kontrollieren?
Wo darf das Team selbst entscheiden? Wie reagiert Führung auf schlechte Nachrichten?
G02 · Wirkungsführungsrad – Fortsetzung
Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#
Rad mit sieben Segmenten: Sinn, Grenze, Entscheidung, Ermöglichung, Rückkopplung, Schutz, Lernen.
Qualitätskriterien#
Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.
Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.
Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.
Führungspraxis ist beobachtbar. Entscheidungsräume und Stop-Rechte sind klar.
Lernen wird nicht bestraft.
Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#
Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.
Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.
Wirkungsführung nicht als moralische Vorbildrolle reduzieren.
Feedback nicht zur verdeckten Leistungsüberwachung machen.
Quellen- und Herkunftslinie#
Interne und externe Anschlussquellen: INT-01 · INT-03 · EXT-MGT-01 · EXT-MGT-10 · EXT-SYS-06. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.