WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 100 von 244

G08 · Lern- und Rückkopplungsarchitektur#

PDF-Fassung

Organisationales Lernen Bedingungen gestalten Version 1.0 · Quellen: INT-01 · INT-03 · EXT-MGT-07 · EXT-MGT-08 · EXT-SYS-01 Single-, Double- und Triple-Loop-Lernen so institutionalisieren, dass nicht nur Maßnahmen, sondern Annahmen, Regeln und Ziele korrigiert werden.

Verbindlicher Output Lernarchitektur mit Rhythmen, Daten, Reflexionsfragen, Entscheidungsrechten, Wissensspeicher und Methodenpflege.

Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz, wenn organisatorische Strukturen, Führung, Kultur, Macht, Anreize oder Kompetenzen die Wirkung begrenzen. Nicht geeignet Nicht zur Individualisierung struktureller Probleme oder zur moralischen Bewertung von Mitarbeitenden verwenden. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: G02–G07. Nachfolger: H05–H08.

Vorgehen#

1. Lernobjekte und kritische Entscheidungen definieren.

2. Operative, strategische und normative Lernschleifen unterscheiden.

3. Reviewrhythmen und Datenquellen festlegen.

4. Reflexions- und Widerspruchsformate gestalten.

5. Entscheidungs- und Änderungsrechte zuordnen.

6. Erkenntnisse versionieren und verbreiten.

Leitfragen#

 Korrigieren wir nur Ausführung oder auch die Regel?

 Wer darf Ziel oder Benchmark infrage stellen?

 Wie wird Wissen organisationsweit verfügbar?

G08 · Lern- und Rückkopplungsarchitektur – Fortsetzung

Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#

Drei verschachtelte Schleifen: Handlung korrigieren, Annahmen/Regeln korrigieren, Ziele/Paradigmen prüfen.

Qualitätskriterien#

 Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.

 Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.

 Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.

 Lernen führt zu dokumentierter Änderung.  Normative Entscheidungen werden demokratisch legitimiert.

 Fehler- und Erfolgswissen werden geteilt.

Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#

 Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.

 Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.

 Retrospektiven ohne Entscheidungsrecht erzeugen Zynismus.

 Lernen nicht auf individuelles Verhalten reduzieren.

Quellen- und Herkunftslinie#

Interne und externe Anschlussquellen: INT-01 · INT-03 · EXT-MGT-07 · EXT-MGT-08 · EXT-SYS-01. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.