WÖk-Präzisierungsbegriff

Erwerbsarbeitslogik

Erwerbsarbeitslogik bezeichnet die alte Kopplung von Arbeit, Einkommen, Steuern, Sozialabgaben und sozialer Anerkennung.

WÖk-PräzisierungsbegriffStand / Version 1.1

Auf einen Blick

  • Erwerbsarbeitslogik ist die alte Kette Arbeit -> Einkommen -> Sozialabgaben -> Sozialstaat; Automatisierung macht sie brüchig.
  • Der Begriff gehört zum Bereich Abgrenzungsbegriff und dient der präzisen Wirkungsprüfung.
  • Wirkungsökonomisch fragt „Erwerbsarbeitslogik“ nach Zustandsveränderung, Bilanzgrenze, Datenqualität und Rückkopplung.
  • Er darf nicht als isoliertes Etikett genutzt werden, sondern braucht Bezug zu Mensch, Planet und Demokratie. Er ist besonders anschlussfähig an Wirkungseinkommen, Wirkungsrente, Erwerbsbiografie.

Definition

Was bedeutet der Begriff?

Erwerbsarbeitslogik bezeichnet die gesellschaftliche und fiskalische Grundannahme, dass Einkommen, soziale Sicherung, Rente, Anerkennung und Staatsfinanzierung überwiegend über bezahlte Erwerbsarbeit organisiert werden. Die Wirkungsökonomie kritisiert nicht Arbeit, sondern die Verengung auf Erwerbsarbeit als einzige sichtbare Quelle von Wert, Beitrag und sozialer Sicherung. Automatisierung, Care-Arbeit, ehrenamtliche Wirkleistung und Plattformarbeit zeigen, dass diese Kopplung unvollständig wird.

Wirkungsökonomie

Einordnung in der Wirkungsökonomie

Das Wirkungseinkommen, die Wirkungsrente und die Maschinenleistungsrückkopplung lösen die Erwerbsarbeitslogik nicht abrupt ab, sondern ergänzen sie um Wirkung, Grunddividende, Wirkungsbonus und Produktivitätsrückführung.

Verwendung

Verwendung

Modelllogik / Arbeitspapier / Diskussionsgrundlage: keine amtliche Bewertung, keine Rechts-, Steuer- oder Sozialberatung, keine Personenbewertung und kein Social Credit.

Abgrenzung

Abgrenzung

  • Arbeit
  • Wirkleistung
  • Leistungsethik
  • Arbeitsverweigerung

Wirkungsökonomische Sicht & Einordnung

Wie der Begriff in der WÖk gelesen wird

Für die Wirkungsökonomie ist „Erwerbsarbeitslogik“ wichtig, weil der Begriff entscheidet, welche Wirkungsfrage überhaupt sichtbar wird. Erwerbsarbeitslogik ist die alte Kette Arbeit -> Einkommen -> Sozialabgaben -> Sozialstaat; Automatisierung macht sie brüchig.

Im Bereich Abgrenzungsbegriff hilft der Begriff, nicht nur über ein Schlagwort zu sprechen, sondern über Zustände, Betroffene, Bilanzgrenzen, Wirkpfade und Rückkopplungen. Genau dort beginnt die wirkungsökonomische Prüfung.

Beispiele

Wo der Begriff praktisch auftaucht

  • In einer Debatte klärt der Begriff, ob über Fakten, Deutung, Wirkungspotenzial oder eingetretene Wirkung gesprochen wird.
  • In einem Werkzeug markiert „Erwerbsarbeitslogik“, welche Eingaben, Quellen oder Grenzen für eine belastbare Einordnung nötig sind.
  • In Abgrenzungsbegriff hilft der Begriff, verkürzte Aussagen in eine überprüfbare Wirkungsfrage zu übersetzen.

Mess- und Steuerungsbezug

Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird

Prüfbar wird „Erwerbsarbeitslogik“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.

Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.

Querverweise

Begriffe, die du mitdenken solltest

Wirkungseinkommen · Wirkungsrente · Erwerbsbiografie · Wirkungsbiografie · Maschinenleistung · Sozialfinanzierung

Querverweise

Methoden & Werkzeuge

Demos

Wirkungsfelder

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Version und Quellen

Kategorie: Abgrenzungsbegriff · Version: 1.1