Anschlussbegriff
Fossile Systemkosten
Fossile Systemkosten sind gesellschaftliche Folgekosten fossiler Energie.
Auf einen Blick
- Einordnung: Anschlussbegriff im Bereich Energie, Strommarkt und Systemkosten.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an CO2-Preis, Unsichtbare Rechnung, Rückkopplungspreis.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Fossile Systemkosten umfassen gesellschaftliche Folgekosten fossiler Energie. Dazu zählen nicht nur direkt bezahlte Brennstoffpreise, sondern auch ausgelagerte Klima-, Gesundheits-, Infrastruktur-, Sicherheits- und Krisenkosten. Der Begriff bündelt unterschiedliche Kostenarten und ist keine einzelne amtliche Gesamtzahl.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
In der WÖk machen fossile Systemkosten sichtbar, dass scheinbar billige Energie negative Wirkung in andere Haushalte, Zeiträume und Institutionen verschiebt.
Verwendung
Verwendung
Als Sammelbegriff für unterschiedliche Kostenarten verwenden und nicht als exakte amtliche Gesamtzahl ausgeben.
Abgrenzung
Abgrenzung
- CO2-Preis
- Haushaltsrechnung
- amtliche Prognose
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Fossile Systemkosten“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
Verknüpfungen
Verwandte Begriffe
Querverweise