WÖk-Präzisierungsbegriff
Kosten des Nicht-Handelns
Kosten des Nicht-Handelns sind Schäden und Folgekosten, die entstehen, wenn notwendige Vorsorge oder Transformation ausbleibt.
Auf einen Blick
- Einordnung: WÖk-Präzisierungsbegriff im Bereich Grundbegriff.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Wirkungshaushalt, Wirkungsrisiko.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Untätigkeit erzeugt Wirkung: Klimaschäden, Gesundheitskosten, Vertrauensverlust, Reparaturausgaben, Produktivitätsverluste, Konflikte oder Biodiversitätsverlust.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Die WÖk macht Nicht-Handeln als Entscheidung sichtbar. Wirkungshaushalte und T-SROI sollten späte Reparaturlasten einbeziehen.
Verwendung
Verwendung
Nicht-Handlungskosten sind oft modelliert. Sie brauchen transparente Annahmen und Unsicherheitsangaben.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Nicht als bloßes Schlagwort verwenden: „Kosten des Nicht-Handelns“ braucht Kontext, Bilanzgrenze und Prüffrage.
- Nicht mit einer fertigen Bewertung verwechseln: Der Begriff ordnet ein, er entscheidet nicht automatisch.
- Nicht von Datenqualität trennen: Als WÖk-Präzisierungsbegriff bleibt er nur belastbar, wenn Quelle, Bedeutung und Grenze sichtbar sind.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Kosten des Nicht-Handelns“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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