Wirkungsebene
Outcome
Outcome bezeichnet die bei Zielgruppen oder Systemen eingetretene Veränderung und ist von Leistungserbringung und bloßem Output zu unterscheiden.
Auf einen Blick
- Einordnung: Wirkungsebene im Bereich Grundbegriff.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an IOOI, Output, Impact.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Outcomes sind Veränderungen, die nach oder durch eine Aktivität bei Betroffenen oder in einem relevanten System eintreten: etwa neues Wissen, verändertes Verhalten, bessere Gesundheit, mehr Teilhabe, höhere Sicherheit, ein veränderter Ressourcenverbrauch oder ein verändertes Vertrauen. Sie können kurzfristig oder mittelfristig sichtbar werden.
Ob eine beobachtete Veränderung tatsächlich der betrachteten Aktivität zuzurechnen ist, bleibt eine eigene Evidenzfrage. Baseline, Counterfactual, Kontribution, Attribution, Datenqualität und Nebenfolgen müssen je nach Anspruch geprüft werden.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Outcome ist in der WÖk bereits Wirkung, aber noch keine positive Bewertung. Erst der Referenzrahmen macht transparent, ob eine Veränderung positiv, negativ oder neutral einzuordnen ist. Ein Outcome kann mehreren Wirkungsempfängern nutzen und anderen schaden.
Verwendung
Verwendung
Outcome nicht als bloße Absicht oder Zielangabe formulieren. Wenn die Veränderung nur erwartet wird, ist von Wirkungspotenzial oder Wirkungserwartung zu sprechen.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Output: unmittelbar erbrachte Leistung ohne Nachweis einer Zustandsveränderung.
- Impact: breitere, längerfristige oder höherstufige Wirkung.
- Wirkungspotenzial: mögliche, noch nicht eingetretene Veränderung.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Outcome“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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