Methodenbegriff
Wirkungsanalyse
Wirkungsanalyse untersucht, welche Zustandsveränderungen entstehen oder entstehen können, wen sie betreffen, wodurch sie zustande kommen und wie belastbar die Evidenz ist.
Auf einen Blick
- Einordnung: Methodenbegriff im Bereich Messbegriff.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Wirkungspfad, IOOI, Wirkungsnachweis.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Eine Wirkungsanalyse strukturiert Auslöser, Wirkmechanismen, Wirkungsempfänger, Wirkungsraum, Zeitverlauf, Daten und mögliche Folgen. Sie kann eingetretene Wirkungen untersuchen oder ex ante Wirkungspotenziale und -risiken transparent machen. Je nach Fragestellung prüft sie Baseline, Counterfactual, Attribution, Kontribution, Nebenwirkung, Wechselwirkung, Rebound, Displacement und Datenqualität.
Die Analyse ersetzt nicht die Bewertung. Sie liefert die Grundlage, auf der eine Wirkung am Referenzrahmen eingeordnet und anschließend rückgekoppelt werden kann.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Wirkungsanalyse gehört zur Wirkungsermittlung. Sie verbindet den IOOI-Wirkpfad mit der vorgelagerten Vorwirkungslogik und der nachgelagerten Prüfung von Systemfolgen. Dadurch verhindert sie, dass Annahmen, Potenziale und bestätigte Wirkungen vermischt werden.
Verwendung
Verwendung
Die Methode an Risiko, Datenlage und Entscheidung anpassen. Modellwerte, Proxies und Schätzungen müssen als solche erkennbar bleiben.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Wirkungsbewertung: Einordnung an einem Referenzrahmen.
- Monitoring: fortlaufendes Beobachten; kann Daten für Analysen liefern.
- Output-Reporting: dokumentiert Leistungen, aber nicht notwendig Wirkpfade oder Zustandsveränderungen.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Wirkungsanalyse“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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