Methodenbegriff
Persona
Eine Persona ist ein verdichtetes, fiktives Nutzungs- oder Zielgruppenprofil, das Bedürfnisse, Motive, Barrieren und Kontexte anschaulich macht.
Auf einen Blick
- Einordnung: Methodenbegriff im Bereich Transformation, Innovation und Klimarisiken.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Design Thinking, Wirkungsempfänger, Value Proposition.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
In der WÖk kann die Persona helfen, Wirkungsempfänger greifbar zu machen. Sie sollte aber nicht nur Kund:innen darstellen, sondern auch indirekt Betroffene: Beschäftigte, Lieferkettenarbeiter:innen, Nachbarschaften, Kinder, künftige Generationen oder Ökosysteme.
Verwendung
Verwendung
„Persona“ wird verwendet, um Aussagen, Daten, Werkzeuge oder Entscheidungen im Bereich Transformation, Innovation und Klimarisiken präzise zuzuordnen.
Als Methodenbegriff macht der Begriff sichtbar, welche Frage geprüft werden muss; er ersetzt weder Belege noch eine Bewertung der tatsächlichen Wirkung.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Personas können Stereotype reproduzieren. Die öffentliche Einordnung sollte Personas nicht als Datenersatz verwenden. Sie müssen mit realen Daten, Betroffenenwissen und Antidiskriminierung geprüft werden.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Persona“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
Verknüpfungen