WÖk-Präzisierungsbegriff
Reaktanz
Reaktanz ist eine Abwehrreaktion, die entsteht, wenn Menschen ihre Freiheit, Autonomie oder Identität bedroht sehen.
Auf einen Blick
- Einordnung: WÖk-Präzisierungsbegriff im Bereich Psychologische und systemische Wirkmechanismen.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Faktenreaktanz, Identitätsschutz, Emotionsregulation.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Reaktanz wird besonders wahrscheinlich, wenn Kommunikation als moralisierend, übergriffig oder belehrend erlebt wird. Sie kann dazu führen, dass Menschen gerade das ablehnen, was sie als Einschränkung wahrnehmen.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Reaktanz ist ein Wirkmechanismus, der besonders bei moralisierender Kommunikation, Verboten, Transformationsdruck oder belehrenden Faktenreaktionen relevant wird. Sie kann positive Wirkungspotenziale blockieren.
Verwendung
Verwendung
Zwischen Wirkung, Wirkungspotenzial, Wirkungsrisiko, Wirkmechanismus, Resonanzraum und Wirkpfad unterscheiden.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Wirkung
- Wirkungspotenzial
- Wirkungsnachweis
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Reaktanz“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
Verknüpfungen
Verwandte Begriffe
Querverweise