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7. Vergütung, Anreize und Zielvereinbarungen#

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Vergütung ist ein starkes Signal. Wenn Boni an kurzfristige Finanzkennzahlen gekoppelt sind, wird kurzfristige Finanzoptimierung rational. Wirkungsorientierte Vergütung muss deshalb Finanzziele, Wirkungskorridore und rote Linien verbinden. Dabei gilt: Wirkung darf nicht so vereinfacht werden, dass neue Fehlanreize entstehen.

Eine sinnvolle Architektur trennt Mindestbedingungen und Bonusfelder. Mindestbedingungen sind nicht verhandelbar: Arbeitsschutz, Rechtsstaatlichkeit, keine Kinderarbeit, keine gravierende Datenrechtsverletzung, keine Umweltrote Linie. Bonusfelder können positive Wirkung belohnen: CO2-Reduktion, Ressourceneffizienz, Weiterbildung, Produktwirkung, Lieferkettenverbesserung, Resilienz.

Wichtig ist auch die Teamdimension. Viele Wirkungen entstehen nicht individuell, sondern systemisch. Deshalb sollten Wirkungsboni nicht nur Einzelpersonen belohnen, sondern Teams, Bereiche und Transformationsprojekte.

Gleichzeitig muss vermieden werden, dass Personen mit geringerer Macht für Systemprobleme haftbar gemacht werden. 8. Wirkungskompetenz und lernende Organisation Wirkungsorientierte Unternehmensführung braucht neue Kompetenzen: Systemdenken, Datenverständnis, SDG-/SDG+-Logik, Zielkonfliktfähigkeit, Moderation, Resonanzbewusstsein, Risikodenken, digitale Mündigkeit und ethische Urteilskraft. Diese Kompetenzen sind nicht nur für Nachhaltigkeitsteams relevant, sondern für Produktentwicklung, Einkauf, Finance, HR, Vertrieb, Kommunikation und IT.