WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 11 von 29

9. Vergütung, Boni und Schutz vor Personenbewertung#

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Wirkungscontrolling kann auch Vergütung und Boni beeinflussen. Dabei ist Vorsicht nötig. Die Wirkungsökonomie bewertet nicht den Wert einzelner Menschen. Sie bewertet Tätigkeiten, Rollen, Programme, Produkte, Abteilungen oder Geschäftsmodelle. Das ist eine rote Linie.

Eine sinnvolle Bonuslogik belohnt Teams für echte Verbesserungen in Wirkung, Datenqualität, Sicherheit, Lieferkettenresilienz, Innovation und Lernfähigkeit. Sie bestraft nicht individuelle Lebensentscheidungen und erzeugt kein Social-Credit-System. Rote Linie Keine Personenbewertung. Keine algorithmische Mitarbeiterklassifizierung nach sozialem Wert.

Keine verdeckte Leistungsüberwachung. Wirkungscontrolling verbessert Unternehmensentscheidungen - nicht die Bewertung menschlicher Würde.

10. Wirkungscontrolling für KMU Auch kleine und mittlere Unternehmen brauchen Wirkungscontrolling, aber in proportionaler Form. Ein KMU kann nicht dieselbe Datenarchitektur aufbauen wie ein Konzern. Dennoch kann es Wirkung sichtbar machen: Materialeinsatz, Energie, Lieferanten, Arbeitsbedingungen, Ausbildung, lokale Wertschöpfung, Kundennutzen und Risiken.

Für KMU sind einfache Wirkungscockpits sinnvoll: wenige zentrale Indikatoren, klare Ampeln, einfache Datenqualitätsskalen, Branchenbenchmarks und Anschluss an freiwillige Standards. Wichtig ist, dass KMU nicht durch unterschiedliche Kundenabfragen zerrieben werden.

• KMU-Scorecard mit Kernindikatoren. • Standardisierte Datenabfrage statt Kundennachweischaos.

• Förderung für digitale Wirkungsdaten und Beratung.