WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 6 von 19

Die Wirkungsskala von -3 bis +3#

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Die Skala von -3 bis +3 schafft eine gemeinsame Sprache. Sie ist bewusst grob genug, um nicht Scheingenauigkeit zu erzeugen, und fein genug, um Verbesserung zu zeigen. Sie erlaubt, dass negative, neutrale und positive Wirkungen sichtbar werden.

Die Skala darf nicht als Schulnote verstanden werden. Sie beschreibt den Zustand einer Wirkungsdimension im Verhältnis zu Referenzrahmen und Benchmark. Ein Score -3 bedeutet nicht, dass ein Unternehmen als Ganzes schlecht ist. Er bedeutet, dass ein konkretes Wirkungsfeld kritisch schädlich ist und nicht durch gute Werte an anderer Stelle neutralisiert werden darf.

Score Bedeutung Steuerungsfolge +3 transformativ / deutlich oberhalb Zukunftspfad starker Bonus, Vorbild, Skalierung prüfen +2 sehr positive Wirkung Bonus, niedrige Wirkungslast, Kapitalvorteil +1 positive Wirkung Entlastung, Beschaffungsvorteil, vorsteuerfähig

neutral / Mindeststandard keine besondere Entlastung, Beobachtung -1 schwache negative Wirkung Verbesserungspfad, mögliche Belastung -2 schädliche Wirkung Malus, Transformationspflicht, Prüfung -3 kritisch schädlich / rote Linie Nichtkompensation, Ausschluss, Sanierung oder Verbot prüfen Benchmarks nach Branche, Kontext und Grenze Benchmarks sind die Referenzpunkte der Bewertung. Ohne Benchmarks bleibt eine Zahl bedeutungslos.

Ein Wert kann gut, schlecht oder irrelevant sein, je nachdem, welche Branche, Region, Technologie, Zielpfad und Wirkungsempfänger betroffen sind.

Die Wirkungsökonomie unterscheidet mehrere Benchmarktypen: gesetzliche Grenzwerte, wissenschaftliche Grenzen, Sektorpfade, bestverfügbare Technologie, Transformationspfade, Sozialstandards, globale Mindestnormen und demokratische Stabilitätskriterien. Manche Benchmarks sind skalierend, andere sind harte Grenzen. Harte Grenzen dürfen nicht über Durchschnittswerte weichgezeichnet werden. Benchmarktyp

Besonderheit gesetzlicher Grenzwert REACH, Arbeitsschutz, Abwassergrenze Mindestcompliance, meist nur 0 statt +3 wissenschaftliche Grenze CO2-Budget, Wasserstress, Biodiversität rote Linie möglich Sektorpfad Paris-kompatibler Transformationspfad je Branche Zeit- und Kontextbezug Best Available Technique beste verfügbare Technik zeigt technologische Verbesserungschance Sozialstandard Living Wage, ILO-Kernnormen, Sicherheit nicht beliebig kompensierbar Demokratie-/SDG+-Standard Quellenklarheit, Korrekturfähigkeit, Rechtsstaatlichkeit qualitative und quantitative Mischlogik