Wirkungsoekonomie kein parteipro… · Onlinefassung · Abschnitt 20 von 25
Was sich im politischen Diskurs verändern würde#
Wenn die Wirkungsökonomie als demokratischer Ordnungsrahmen ernst genommen wird, verschiebt sich der politische Diskurs. Parteien würden nicht aufhören, unterschiedliche Werte zu betonen. Aber ihre Vorschläge müssten stärker zeigen, welche Wirkung sie tatsächlich erzeugen.
CDU/CSU könnte stärker fragen: Wie verbinden wir Ordnung, Eigentum, Haftung, Mittelstand und Generationengerechtigkeit mit messbarer Wirkung?
SPD könnte stärker fragen: Wie werden gute Arbeit, Pflege, Bildung, Wohnen und soziale Sicherheit als Wirkleistung sichtbar und finanziell rückgekoppelt?
Grüne könnten stärker fragen: Wie werden Klima, Biodiversität, Kreislaufwirtschaft und Demokratie nicht nur Ziel, sondern Steuerungslogik?
FDP könnte stärker fragen: Wie schaffen wir bessere Marktsignale, weniger Bürokratie und mehr Innovationswettbewerb um positive Netto-Wirkung?
Die Linke könnte stärker fragen: Wie werden Kapitalfolgen, Verdrängung, Armut, Care und öffentliche Daseinsvorsorge sichtbar, ohne in starre Planungslogik zu fallen?
Der Streit ginge also nicht weg. Aber er würde sich von Etiketten lösen. Statt „links“, „grün“, „liberal“, „konservativ“ oder „sozialistisch“ als Kampfbegriffe zu verwenden, müsste jede Seite zeigen, welche Wirkung ihre Ausgestaltung erzeugt.