Wirkungswissenschaften wirkungsf… · Onlinefassung · Abschnitt 11 von 26
4. Methodisches Vorgehen des Beitrags#
Dieser Beitrag ist ein theoretisch-konzeptioneller Aufsatz. Er verfolgt keine empirische Primärerhebung, sondern eine begriffliche, systematische und disziplinenarchitektonische Klärung. Methodisch handelt es sich um eine integrative Konzeptentwicklung auf der Basis von vier Quellensträngen: erstens bestehende Wirkungsforschung, Evaluation und Impact-Literatur; zweitens Nachhaltigkeits- und Transformationsansätze wie SDGs, Sustainability Science, SROI, Donut und Beyond GDP; drittens entstehende Daten- und Berichtsstandards wie CSRD, ESRS, GRI, EU-Taxonomie und digitale Produktpässe; viertens die von Natalie Weber entwickelte Wirkungsökonomie, insbesondere ihre Begriffsarchitektur, ihre Nichtkompensationslogik und ihre Rückkopplungsarchitektur. Die Argumentation ist nicht als endgültige empirische Validierung zu verstehen, sondern als Vorschlag eines neuen Wissenschaftsrahmens. Ein solcher Rahmen muss zunächst definieren, was sein Gegenstand ist, welche Begriffe er benötigt, wie er sich von vorhandenen Feldern abgrenzt, welche Methoden er integriert, welche normativen Grenzen er anerkennt und welche Forschungsagenda daraus entsteht. Genau diese Aufgaben übernimmt der Beitrag.