Wirkungswissenschaften wirkungsf… · Onlinefassung · Abschnitt 22 von 26

14. Schlussfolgerung#

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Die Wirkungsökonomie macht sichtbar, dass moderne Gesellschaften nicht primär an einem Mangel an Zielen, Daten oder guten Absichten leiden. Sie leiden an einem falschen Maßstab und an fehlender Rückkopplung.

Wirkung wird zu häufig berichtet, aber nicht gesteuert; gemessen, aber nicht in Preise übersetzt; politisch behauptet, aber nicht systematisch geprüft; moralisch eingefordert, aber nicht institutionell abgesichert.

Wirkungswissenschaften bieten einen Rahmen, um dieses Problem wissenschaftlich zu bearbeiten. Sie untersuchen Wirkung als tatsächliche Zustandsveränderung, unterscheiden Wirkung von Absicht, Output und Image, analysieren Potenziale, Risiken, Mechanismen, Pfade, Netzwerke, Nebenwirkungen und Rückkopplungen und bewerten sie am Rahmen Mensch, Planet und Demokratie. Wirkungsforschung liefert die methodische Werkstatt. Wirkungsökonomie liefert die erste ausgearbeitete Ordnungsdisziplin.

Der Beitrag von Natalie Weber liegt damit nicht darin, dass sie Wirkung als Wort oder Wirkungsforschung als Tätigkeit erfunden hätte. Er liegt darin, dass sie Wirkung aus der Rolle eines nachgelagerten Prüfbegriffs herauslöst und zur zentralen Kategorie einer gesellschaftlichen Wissens-, Bewertungs- und Steuerungsarchitektur macht. In diesem Sinn begründet die Wirkungsökonomie nicht nur ein ökonomisches Modell, sondern einen wirkungswissenschaftlichen Paradigmenrahmen.

Schlussformel Wirkungsforschung hatte Methoden. Wirkungswissenschaften geben den Rahmen. Wirkungsökonomie baut Rückkopplung. Die gemeinsame Leitkategorie lautet: positive Netto-Wirkung für Mensch, Planet und Demokratie.