WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 3 von 19

1. Executive Summary#

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Die Agenda 2030 und die 17 Sustainable Development Goals bilden den global am breitesten akzeptierten Zielrahmen für nachhaltige Entwicklung. Sie wurden 2015 von allen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen angenommen und verbinden soziale, ökologische, ökonomische und institutionelle Zielräume. Für die Wirkungsökonomie sind sie nicht Ursprung, sondern Referenz: Sie zeigen, welche Zustände international als schutzwürdig, verbesserungsbedürftig und vergleichbar gelten. Die Wirkungsökonomie nutzt die SDGs nicht als Weltgesetz, nicht als Ideologie und nicht als fertige Steuerungsmaschine. Sie nutzt sie als öffentlich nachvollziehbaren Bewertungsrahmen. Entscheidend ist der Schritt von der Zielbeschreibung zur Rückkopplung: Handlungen, Produkte, Kapitalflüsse, Unternehmen, Medien, Technologien und politische Entscheidungen werden danach betrachtet, welche Zustandsveränderungen sie in diesen Zielräumen auslösen. Damit wird aus dem SDG-Zielkatalog eine Wirkungsarchitektur. Die SDGs beschreiben den gemeinsamen Zielraum; WÖk-IDs, Scorecards, Netto-Wirkungs-Index, Reverse Merit Order, T-SROI, Wirkungshaushalt und Wirkungssteuer übersetzen diesen Zielraum in praktische Steuerung. Die SDGs bleiben dabei demokratisch zu übersetzen: Sie geben keine Einheitslösung vor, sondern eröffnen Vergleichbarkeit und Lernfähigkeit.