WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 127 von 244

J07 · Zielarchitektur und Übergangszustände#

PDF-Fassung

Canvas / Analysemethode Business Architecture, Capabilities und Zielarchitektur Version 2.0 · Que llen: INT-03 · EXT-ARC-01 · EXT-ARC-03 Ein wirkungsfähiges Zielbild und realistische Zwischenzustände für Organisation, Prozesse, Daten, Technologie und Governance gestalten. Verbindlicher Output Zielarchitektur mit Übergangsarchitekturen, Architekturbausteinen, Risiken, Abhängigkeiten und Roadmap.

Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Wenn die entsprechende Managementfunktion entscheidungsrelevant ist und ein versionierter, nachvollziehbarer Output benötigt wird.

Nicht geeignet Nicht als Ersatz für fachliche Detailanalyse, Rechtsprüfung oder unabhängige Expertise verwenden. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 4–10 Personen Benötigte Inputs Wirkungsmandat, vorhandene Daten und relevante Vorarbeiten Schnitts tellen Vorgänger: A01–A06. Nachfolger: abhängig vom Ergebnis.

Vorgehen#

1. Ausgangsarchitektur und Wirkungszielbild aufnehmen.

2. Architekturprinzipien und Mindestbedingungen festlegen.

3. Zielbausteine und Beziehungen modellieren.

4. Übergangszustände und notwendige Parallelbetriebe entwickeln.

5. Risiken, technische Schulden und Rückbau identifizieren.

6. Transitionen mit Initiativen, Capabilities und Gates verknüpfen.

Leitfragen#

 Welcher Zwischenzustand ist betriebsfähig und wirkungsverträglich?

 Was muss zurückgebaut statt migriert werden?

 Wo erzeugt Parallelbetrieb neue Risiken? J07 · Zielarchitektur und Übergangszustände – Fortsetzung

Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#

Drei Ebenen Ist–Transition–Ziel mit Bausteinen, Abhängigkeiten und Migrationswellen.

Qualitätskriterien#

 Empfänger, Systemgrenze, Wirkungsziel und Schutzrahmen sind eindeutig.

 Befunde, Annahmen, Modelle und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.

 Der Output besitzt Owner, Version, Evidenzstatus und eine klare nächste Entscheidung.

 Capabilities sind organisationsneutral und outcome-bezogen definiert.

 Architektursichten sind konsistent miteinander verknüpft.

Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#

 Methode nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.

 Workshopkonsens darf Betroffene, negative Wirkung, Machtasymmetrien oder Minderheitsvoten nicht ausblenden.

 Keine Fach-, Rechts-, Sicherheits- oder Datenprüfung durch ein Canvas ersetzen.

 Capabilities nicht mit Abteilungen, Systemen oder Projekten verwechseln.

Varianten#

 Kurzcheck 45 Minuten  Standardworkshop  Deep Dive mit Daten- und Fachanalyse

Quellen- und Herkunftslinie#

Interne und externe Anschlussquellen: INT-03 · EXT-ARC-01 · EXT-ARC-03. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations-, Realisierungs- und Rückkopplungslogik.