WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 128 von 244
J08 · Architekturprinzipien und Entscheidungsprotokolle#
Canvas / Analysemethode Business Architecture, Capabilities und Zielarchitektur Version 2.0 · Que llen: INT-03 · EXT-ARC-01 · EXT-NORM-12 Dauerhafte Leitplanken für dezentrale Architekturentscheidungen festlegen und Ausnahmen nachvollziehbar dokumentieren. Verbindlicher Output Katalog von Wirkungs-, Daten-, Technologie-, Sicherheits- und Interoperabilitätsprinzipien plus Architecture Decision Records.
Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Wenn die entsprechende Managementfunktion entscheidungsrelevant ist und ein versionierter, nachvollziehbarer Output benötigt wird.
Nicht geeignet Nicht als Ersatz für fachliche Detailanalyse, Rechtsprüfung oder unabhängige Expertise verwenden. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 4–10 Personen Benötigte Inputs Wirkungsmandat, vorhandene Daten und relevante Vorarbeiten Schnitts tellen Vorgänger: A01–A06. Nachfolger: abhängig vom Ergebnis.
Vorgehen#
1. Wiederkehrende Entscheidungskonflikte sammeln.
2. Prinzipien aus Wirkungskompass, Resilienz und Strategie ableiten.
3. Begründung, Konsequenzen und Messkriterien formulieren.
4. Prioritäten und Konfliktregeln festlegen.
5. Ausnahme- und ADR-Prozess gestalten. 6. Prinzipien regelmäßig anhand realer Wirkung überprüfen.
Leitfragen#
Welches Prinzip schützt Wirkung auch unter Zeitdruck?
Welche Ausnahme ist legitim und wie endet sie?
Wie erkennen wir, dass ein Prinzip selbst schädlich wirkt?
J08 · Architekturprinzipien und Entscheidungsprotokolle – Fortsetzung
Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#
Prinzipienkarte plus ADR-Template: Kontext, Entscheidung, Alternativen, Folgen, Reviewdatum.
Qualitätskriterien#
Empfänger, Systemgrenze, Wirkungsziel und Schutzrahmen sind eindeutig.
Befunde, Annahmen, Modelle und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.
Der Output besitzt Owner, Version, Evidenzstatus und eine klare nächste Entscheidung.
Capabilities sind organisationsneutral und outcome-bezogen definiert.
Architektursichten sind konsistent miteinander verknüpft.
Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#
Methode nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.
Workshopkonsens darf Betroffene, negative Wirkung, Machtasymmetrien oder Minderheitsvoten nicht ausblenden.
Keine Fach-, Rechts-, Sicherheits- oder Datenprüfung durch ein Canvas ersetzen.
Capabilities nicht mit Abteilungen, Systemen oder Projekten verwechseln.
Varianten#
Kurzcheck 45 Minuten Standardworkshop Deep Dive mit Daten- und Fachanalyse
Quellen- und Herkunftslinie#
Interne und externe Anschlussquellen: INT-03 · EXT-ARC-01 · EXT-NORM-12. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations-, Realisierungs- und Rückkopplungslogik.