WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 33 von 244

B06 · Interdependenz- und Abhängigkeitsmatrix#

PDF-Fassung

Matrixanalyse Verstehen Version 1.0 · Quellen: INT-01 · INT-05 · EXT-SYS-01 · EXT-SYS-12 · EXT-SYS-16 Wechselwirkungen zwischen Wirkungsfeldern, Akteuren, Ressourcen oder Systemzuständen strukturiert vergleichen. Verbindlicher Output Quadratische Matrix mit Richtung, Stärke, Art, Zeit und Evidenz der Abhängigkeiten.

Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz bei mehrdeutigen, vernetzten oder wiederkehrenden Problemen, deren Ursachen und Rückkopplungen nicht linear verstanden werden können.

Nicht geeignet Nicht unnötig für triviale Routinefragen verwenden; jede Karte bleibt eine vorläufige Hypothese. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: B01/B04. Nachfolger: B10, E04, D10.

Vorgehen#

1. Analyseobjekte auswählen und definieren.

2. Jede gerichtete Paarbeziehung prüfen. 3. Stärke und Art der Wirkung bewerten. 4. Zeitverzögerung und Schwellen ergänzen.

5. Cluster, kritische Abhängigkeiten und Konflikte identifizieren.

6. Matrix in Netz- oder Prioritätsdarstellung überführen.

Leitfragen#

 Welche Zielverbesserung verschlechtert unbeabsichtigt ein anderes Feld?

 Welche Abhängigkeit ist kritisch, aber schlecht sichtbar?

 Wo entstehen Synergien statt Zielkonflikte?

B06 · Interdependenz- und Abhängigkeitsmatrix – Fortsetzung

Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#

Quadratische Matrix; Zeilen wirken auf Spalten. Zellcodes für positiv/negativ, Stärke, Verzögerung und Evidenz.

Qualitätskriterien#

 Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.

 Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.

 Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.

 Richtung der Beziehung ist eindeutig.  Nichtbeziehungen bleiben leer statt künstlich bewertet.

 Qualitative Scores werden begründet.

Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#

 Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.

 Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.

 Matrixdichte kann Scheingenauigkeit erzeugen.

 Symmetrie nicht unterstellen.

Quellen- und Herkunftslinie#

Interne und externe Anschlussquellen: INT-01 · INT-05 · EXT-SYS-01 · EXT-SYS-12 · EXT-SYS-16. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.