WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 46 von 244
C06 · Wirkungshypothesen-Register#
Hypothesenmanagement Modellieren Version 1.0 · Quellen: INT-02 · INT-03 · EXT-DES-04 · EXT-DES-05 · EXT-MGT-04 Alle entscheidungsrelevanten Wirkungsannahmen als testbare Hypothesen mit Falsifikations- und Lernkriterien führen. Verbindlicher Output Priorisiertes Hypothesenportfolio mit Risiko, Evidenz, Test, Ergebnis und Entscheidungsfolge.
Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz, wenn eine Intervention, Strategie oder Idee eine explizite und prüfbare Wirkungslogik benötigt. Nicht geeignet Nicht als Kausalitätsbeweis oder statisches Versprechen behandeln.
Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: A06, C01–C03. Nachfolger: F07, H02, H07.
Vorgehen#
1. Annahmen aus Wirkungspfad, ToC und Geschäftsmodell extrahieren.
2. Als überprüfbare Wenn–dann–weil-Hypothesen formulieren.
3. Unsicherheit und Entscheidungsrelevanz bewerten.
4. Kritischste Hypothesen priorisieren. 5. Tests und Widerlegungskriterien planen.
6. Ergebnisse und Modelländerungen versionieren.
Leitfragen#
Welche Annahme wäre am gefährlichsten, wenn sie falsch ist?
Was müsste beobachtet werden, damit wir die Hypothese verwerfen?
Welche Entscheidung hängt davon ab? C06 · Wirkungshypothesen-Register – Fortsetzung
Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#
Hypothesen-Backlog mit Achsen Unsicherheit × Entscheidungsrelevanz; Status offen, im Test, gestützt, widerlegt, ersetzt.
Qualitätskriterien#
Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.
Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.
Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.
Hypothesen sind falsifizierbar. Tests adressieren Wirkung, nicht nur Nachfrage.
Widerlegung führt tatsächlich zu Änderung.
Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#
Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.
Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.
Bestätigungsbias durch vage Formulierungen vermeiden.
„Keine Widerlegung“ ist kein Wirkungsbeweis.
Quellen- und Herkunftslinie#
Interne und externe Anschlussquellen: INT-02 · INT-03 · EXT-DES-04 · EXT-DES-05 · EXT-MGT-04. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.