WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 54 von 244

D03 · WÖk-Indikatorenarchitektur#

PDF-Fassung

Messdesign Bewerten Version 1.0 · Quellen: INT-02 · INT-06 · INT-07 · EXT- NORM-01 · EXT-NORM-03 · EXT-IMP-09 Aus Wirkungsmodell und Referenzrahmen ein hierarchisches Set aus Zustands-, Prozess-, Früh-, Risiko- und Transformationsindikatoren entwickeln. Verbindlicher Output Indikatorenbaum mit Definition, Einheit, Referenzwert, Quelle, Frequenz, Empfänger, Verantwortlichen und WÖk-ID.

Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz, wenn Wirkung priorisiert, gemessen, bewertet, verglichen oder evaluiert werden soll. Nicht geeignet Nicht zur Scheingenauigkeit, Personenbewertung oder Kompensation schwerer Schäden verwenden. Dauer 90-150 Minuten Beteiligte 5-10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: C01-C04, D01/D02. Nachfolger: D04-D07, H05.

Vorgehen#

1. Entscheidungs- und Lernfragen priorisieren.

2. Wirkungspfad und kritische Mechanismen heranziehen.

3. Outcome-, Impact-, Risiko-, Prozess- und Transformationsindikatoren unterscheiden.

4. Definition, Einheit, Disaggregation und Benchmark festlegen.

5. Datenquelle, Frequenz, Qualität und Verantwortung zuweisen.

6. Indikatorenset auf Sparsamkeit und Gaming prüfen.

Leitfragen#

 Welche Entscheidung verändert sich durch diesen Indikator?

 Misst er Zustand, Aktivität oder nur Datenverfügbarkeit?

 Welche Gruppen müssen disaggregiert betrachtet werden?

D03 · WÖk-Indikatorenarchitektur - Fortsetzung

Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#

Baumstruktur von Zielen über Wirkungsfragen zu Indikatoren; Datenblatt je Indikator; Markierung führend/nachlaufend.

Qualitätskriterien#

 Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.

 Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.

 Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.

 Jeder Indikator hat klare Definition und Entscheidungskopplung.

 Set enthält Früh- und Spätindikatoren.  Datenlast ist verhältnismäßig.

Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#

 Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.

 Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.

 Indikatorflut vermeiden.  Messbares nicht automatisch für wichtig halten.

Quellen- und Herkunftslinie#

Interne und externe Anschlussquellen: INT-02 · INT-06 · INT-07 · EXT-NORM-01 · EXT-NORM-03 · EXT-IMP-09. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.