WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 55 von 244

D04 · KII-Design – Key Impact Indicators#

PDF-Fassung

Managementkennzahlen Bewerten Version 1.0 · Quellen: INT-01 · INT-03 · EXT-MGT-05 · EXT-NORM-03 Wenige führende Wirkungskennzahlen auswählen, die Managemententscheidungen direkt steuern und nicht nur berichten. Verbindlicher Output KII-Set mit Zielwerten, Schwellen, Verantwortlichen, Gate-Verknüpfung und Eskalationsregeln.

Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz, wenn Wirkung priorisiert, gemessen, bewertet, verglichen oder evaluiert werden soll. Nicht geeignet Nicht zur Scheingenauigkeit, Personenbewertung oder Kompensation schwerer Schäden verwenden. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: D03/B11. Nachfolger: E03, H05/H06.

Vorgehen#

1. Strategische Wirkungsziele und Engpässe bestimmen.

2. Kandidaten aus D03 auswählen. 3. Führende und nachlaufende KII balancieren.

4. Ziel, rote Linie, Toleranz und Trend definieren.

5. Entscheidungs- und Eskalationsregel festlegen.

6. Gaming- und Fehlsteuerungscheck durchführen.

Leitfragen#

 Welche konkrete Entscheidung hängt am KII?

 Was geschieht bei Grenzverletzung?  Welche unerwünschte Optimierung könnte der KII auslösen?

D04 · KII-Design – Key Impact Indicators – Fortsetzung

Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#

KII-Karte je Kennzahl: Definition, Referenz, Ziel, rote Linie, Trend, Entscheidung, Owner, Datenqualität.

Qualitätskriterien#

 Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.

 Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.

 Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.

 KII sind entscheidungsrelevant und begrenzt.

 Rote Linien sind vor Messung definiert.  Kennzahl und Gegenkennzahl schützen vor Gaming.

Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#

 Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.

 Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.

 KII nicht als personenbezogenes Social Scoring verwenden.

 Zielerreichung ohne Wirkungsprüfung nicht bonifizieren.

Quellen- und Herkunftslinie#

Interne und externe Anschlussquellen: INT-01 · INT-03 · EXT-MGT-05 · EXT-NORM-03. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.