WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 56 von 244

D05 · Wirkungsdaten-Inventur und Datenflusskarte#

PDF-Fassung

Datenarchitektur Bewerten Version 1.0 · Quellen: INT-01 · INT-06 · INT-07 · EXT- NORM-02 · EXT-NORM-15 Vorhandene und benötigte Wirkungsdaten, ihre Herkunft, Verarbeitung, Rechte, Schnittstellen und Nutzung über den gesamten Datenfluss erfassen. Verbindlicher Output Datenkatalog und Flusskarte mit Datenlücken, Eigentum, Qualität, Zugriff, Automatisierung und Schutz.

Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz, wenn Wirkung priorisiert, gemessen, bewertet, verglichen oder evaluiert werden soll. Nicht geeignet Nicht zur Scheingenauigkeit, Personenbewertung oder Kompensation schwerer Schäden verwenden. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: D03. Nachfolger: D06, H05/H08.

Vorgehen#

1. Datenbedarfe aus Indikatoren ableiten.

2. Interne, externe, primäre und sekundäre Quellen inventarisieren.

3. Datenfluss von Entstehung bis Entscheidung kartieren.

4. Rechte, Rollen, Datenschutz und Zugriff prüfen.

5. Lücken, Doppelabfragen und Medienbrüche identifizieren.

6. Zielarchitektur und Prioritäten definieren.

Leitfragen#

 Wo entsteht das Datum erstmals?  Wer darf es sehen, verändern und verwenden?

 Welche Doppelabfrage kann durch Standardisierung entfallen?

D05 · Wirkungsdaten-Inventur und Datenflusskarte – Fortsetzung

Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#

Swimlane-Datenfluss Quelle → Validierung → Register → Scorecard → Entscheidung → Rückkopplung; Datenrechte als Querspur.

Qualitätskriterien#

 Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.

 Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.

 Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.

 Datenminimierung und Mehrfachnutzung sind balanciert.

 Lineage ist nachvollziehbar.  Personen- und Unternehmensschutz sind integriert.

Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#

 Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.

 Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.

 Mehr Daten sind nicht automatisch bessere Steuerung.

 Automatisierung darf Prüf- und Widerspruchsrechte nicht beseitigen.

Quellen- und Herkunftslinie#

Interne und externe Anschlussquellen: INT-01 · INT-06 · INT-07 · EXT-NORM-02 · EXT-NORM-15. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.