WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 57 von 244
D06 · Datenqualitäts- und Evidenzmatrix#
Qualitätssicherung Bewerten Version 1.0 · Quellen: INT-02 · INT-06 · EXT- NORM-02 · EXT-IMP-22 · EXT-MGT-14 Daten und Evidenz nach Herkunft, Vollständigkeit, Aktualität, Vergleichbarkeit, Prüfbarkeit, Verzerrung und Unsicherheit bewerten. Verbindlicher Output Qualitätsprofil je Indikator samt Freigabestufe, konservativer Behandlung und Verbesserungsplan.
Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz, wenn Wirkung priorisiert, gemessen, bewertet, verglichen oder evaluiert werden soll. Nicht geeignet Nicht zur Scheingenauigkeit, Personenbewertung oder Kompensation schwerer Schäden verwenden. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: A06/D05. Nachfolger: D07–D10, H08.
Vorgehen#
1. Qualitätsdimensionen und Mindestniveaus festlegen.
2. Quelle und Erhebungsmethode prüfen. 3. Vollständigkeit, Aktualität und Repräsentativität bewerten.
4. Vergleichbarkeit und methodische Konsistenz prüfen.
5. Unsicherheit und Bias dokumentieren. 6. Freigabe, Abschlag, Ersatzwert oder Datennachforderung entscheiden.
Leitfragen#
Ist die Datenquelle unabhängig und prüfbar?
Welche Gruppe fehlt in der Datengrundlage?
Wie verändert Unsicherheit die Entscheidung?
D06 · Datenqualitäts- und Evidenzmatrix – Fortsetzung
Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#
Matrix Indikator × Qualitätsdimension; Ampel plus numerischer Unsicherheitsbereich und Freigaberegel.
Qualitätskriterien#
Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.
Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.
Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.
Qualitätsmängel führen zu klarer Behandlung.
Unsicherheit wird nicht versteckt. Verbesserungsmaßnahmen sind priorisiert.
Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#
Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.
Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.
Ein Gesamtqualitätsscore kann kritische Mängel verdecken.
Fehlende Daten nicht automatisch neutral bewerten.
Quellen- und Herkunftslinie#
Interne und externe Anschlussquellen: INT-02 · INT-06 · EXT-NORM-02 · EXT-IMP-22 · EXT-MGT-14. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.