WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 67 von 244
E03 · Wirkungsziele und Impact-OKR#
Zielsystem Entscheiden Version 1.0 · Quellen: INT-03 · EXT-MGT-05 · EXT- MGT-18 · EXT-IMP-08 Strategische Wirkungsziele in überprüfbare, lernorientierte Zielzyklen übersetzen, ohne Aktivitätskennzahlen mit Wirkung zu verwechseln. Verbindlicher Output Zielhierarchie aus Outcome-/Impact-Objectives, Key Impact Results, Grenzen und Lernhypothesen.
Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz, wenn Wirkung in Ziele, Ressourcen, Portfolios, Governance oder formale Entscheidungen überführt werden muss. Nicht geeignet Nicht als paralleles Nachhaltigkeitssystem neben der eigentlichen Steuerung betreiben. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: E02/D04. Nachfolger: H05/H07/G02.
Vorgehen#
1. Strategisches Wirkungsziel wählen. 2. Objective als qualitative Zustandsveränderung formulieren.
3. 2–5 Key Impact Results mit Basis- und Zielwert definieren.
4. Rote Linien und Gegenkennzahlen ergänzen.
5. Initiativen separat planen. 6. Zyklusreview als Lern- und nicht nur Leistungsdialog gestalten.
Leitfragen#
Beschreibt das Objective einen Zustand oder eine Aktivität?
Welche negative Optimierung könnte das Ziel auslösen?
Welche Annahme wird im Zyklus gelernt? E03 · Wirkungsziele und Impact-OKR – Fortsetzung
Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#
OKR-Karte mit Objective, KIR, Baseline, Ziel, Grenze, Evidenz, Initiativen und Lernnotiz.
Qualitätskriterien#
Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.
Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.
Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.
Key Results messen Outcome/Impact soweit möglich.
Grenzen und Gegenkennzahlen sind enthalten.
Zielverfehlung kann wertvolles Lernen sein.
Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#
Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.
Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.
OKR nicht zur kurzfristigen Personenkontrolle nutzen.
Aktivitäten nicht als Key Impact Results tarnen.
Quellen- und Herkunftslinie#
Interne und externe Anschlussquellen: INT-03 · EXT-MGT-05 · EXT-MGT-18 · EXT-IMP-08. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.