WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 68 von 244
E04 · Wirkungsportfolio#
Portfolioanalyse Entscheiden Version 1.0 · Quellen: INT-03 · INT-08 · EXT-MGT-05 · EXT-MGT-06 Produkte, Projekte, Programme oder Geschäftsfelder nach Netto-Wirkung, Tragfähigkeit, Resilienz, Evidenz und strategischer Bedeutung steuern. Verbindlicher Output Portfolio mit Investitions-, Transformations-, Halte-, Redesign- und Exit-Entscheidungen.
Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz, wenn Wirkung in Ziele, Ressourcen, Portfolios, Governance oder formale Entscheidungen überführt werden muss. Nicht geeignet Nicht als paralleles Nachhaltigkeitssystem neben der eigentlichen Steuerung betreiben. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: D07–D11. Nachfolger: E05/E06/E07.
Vorgehen#
1. Portfolioobjekte und Vergleichslogik definieren.
2. NWI, Tragfähigkeit, Resilienz und Evidenz bewerten.
3. Wirkungsgrenzen separat prüfen. 4. Synergien, Abhängigkeiten und Konzentrationsrisiken ergänzen.
5. Ressourcenoptionen entwickeln. 6. Entscheidungen und Übergangspfad festlegen.
Leitfragen#
Welche profitable Aktivität verliert Wirkung?
Welche kleine Aktivität hat strategische Hebelwirkung?
Welche Portfolioabhängigkeit gefährdet Resilienz?
E04 · Wirkungsportfolio – Fortsetzung
Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#
Mehrdimensionale Bubble-Matrix; Farbe = Wirkung, x = Tragfähigkeit, y = Transformation/Strategiebeitrag, Größe = Ressourcen; Grenzverletzungen separat.
Qualitätskriterien#
Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.
Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.
Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.
Grenzverletzungen werden nicht durch Portfoliodurchschnitt verdeckt.
Bewertungsdimensionen bleiben nachvollziehbar.
Entscheidungen enthalten Übergangsfolgen.
Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#
Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.
Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.
BCG-Logik nicht nur um eine Impact-Achse ergänzen.
Bubble-Größe darf Kapitalmacht nicht automatisch legitimieren.
Quellen- und Herkunftslinie#
Interne und externe Anschlussquellen: INT-03 · INT-08 · EXT-MGT-05 · EXT-MGT-06. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.