WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 69 von 244

E05 · Transformationsportfolio#

PDF-Fassung

Pfadportfolio Entscheiden Version 1.0 · Quellen: INT-01 · INT-03 · INT-08 · EXT- SYS-02 · EXT-PUB-04 Transformationsinitiativen nach Systemhebel, Netto-Wirkung, Reife, Lernwert, Abhängigkeit und zeitlicher Sequenz ordnen. Verbindlicher Output Ausbalanciertes Portfolio aus Soforthebeln, Enablern, Experimenten, strukturellen Umbauten und Exits.

Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz, wenn Wirkung in Ziele, Ressourcen, Portfolios, Governance oder formale Entscheidungen überführt werden muss. Nicht geeignet Nicht als paralleles Nachhaltigkeitssystem neben der eigentlichen Steuerung betreiben. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: C10/D09/E04. Nachfolger: E11/H01/H02.

Vorgehen#

1. Transformationsziele und kritische Systemlogiken bestimmen.

2. Initiativen nach Hebeltyp klassifizieren.

3. Wirkung, T-SROI, Reife und Lernwert bewerten.

4. Abhängigkeiten und Reihenfolge modellieren.

5. Ressourcen und Übergangsrisiken zuordnen.

6. Portfolio mit Gates und Stop-Regeln freigeben.

Leitfragen#

 Welche Initiative schafft Voraussetzungen für andere?

 Wo ist Experimentieren verantwortbarer als Vollausbau?

 Welche Altaktivität muss beendet werden? E05 · Transformationsportfolio – Fortsetzung

Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#

Portfolio nach Systemhebeltiefe × Reifegrad; Symbole für Enabler, Experiment, Skalierung, Exit und Pflichtmaßnahme.

Qualitätskriterien#

 Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.

 Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.

 Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.

 Portfolio enthält Aufbau und Abbau.  Abhängigkeiten und Lernreihenfolge sind sichtbar.

 Ressourcen sind realistisch.

Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#

 Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.

 Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.

 Nur neue Projekte sammeln, ohne destruktive Aktivitäten zu beenden.

 Tiefenhebel ohne kurzfristigen Schutz priorisieren.

Quellen- und Herkunftslinie#

Interne und externe Anschlussquellen: INT-01 · INT-03 · INT-08 · EXT-SYS-02 · EXT-PUB-04. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.