WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 70 von 244
E06 · Wirkungsbudgetierung#
Ressourcenallokation Entscheiden Version 1.0 · Quellen: INT-01 · INT-03 · EXT-MGT-05 · EXT-PUB-01 · EXT-IMP-10 Budgets und Kapazitäten nach erwarteter Netto-Wirkung, Pflicht, Prävention, Resilienz, Evidenz und Transformationsbeitrag verteilen. Verbindlicher Output Wirkungsbudget mit Basisversorgung, Schutzpflichten, Portfolioentscheidungen, Reserven und Reviewregeln.
Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz, wenn Wirkung in Ziele, Ressourcen, Portfolios, Governance oder formale Entscheidungen überführt werden muss. Nicht geeignet Nicht als paralleles Nachhaltigkeitssystem neben der eigentlichen Steuerung betreiben. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: E04/E05/D11. Nachfolger: E07/H05.
Vorgehen#
1. Budgetobjekte und Pflichtausgaben bestimmen.
2. Wirkungs- und Risikoprofile zuordnen. 3. Präventions- und Reparaturkosten unterscheiden.
4. Resilienzreserven und Übergangskosten einplanen.
5. Allokationsregeln und Mindestbudgets festlegen.
6. Budgetreview an KII und Lernfortschritt koppeln.
Leitfragen#
Welche Ausgabe verhindert spätere Reparaturkosten?
Welche Pflicht darf nicht gegen Rendite konkurrieren?
Wo brauchen wir bewusst eine Lernreserve?
E06 · Wirkungsbudgetierung – Fortsetzung
Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#
Budgettabelle mit Wirkungskategorie, Pflichtgrad, NWI/T-SROI, Risiko, Evidenz, Betrag, Entscheidung und Review.
Qualitätskriterien#
Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.
Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.
Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.
Schutz- und Grundversorgung sind vor Optimierung gesichert.
Allokation ist transparent begründet. Budget kann bei neuer Evidenz angepasst werden.
Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#
Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.
Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.
Wirkung nicht mechanisch in Euro-Ranglisten pressen.
Unsichere Innovationen nicht vollständig aus dem Budget drängen.
Quellen- und Herkunftslinie#
Interne und externe Anschlussquellen: INT-01 · INT-03 · EXT-MGT-05 · EXT-PUB-01 · EXT-IMP-10. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.