WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 72 von 244
E08 · Wirkungsgovernance-Canvas#
Governance-Design Entscheiden Version 1.0 · Quellen: INT-03 · INT-10 · EXT-MGT-11 · EXT-MGT-14 · EXT-PUB-03 Entscheidungsrechte, Verantwortlichkeit, unabhängige Prüfung, Beteiligung, Datenhoheit, Widerspruch und Lernpflichten institutionell verankern. Verbindlicher Output Governance-Blueprint mit Organen, Rollen, Rechten, Informationsflüssen, Eskalation und Review.
Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz, wenn Wirkung in Ziele, Ressourcen, Portfolios, Governance oder formale Entscheidungen überführt werden muss. Nicht geeignet Nicht als paralleles Nachhaltigkeitssystem neben der eigentlichen Steuerung betreiben. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: A08/E02. Nachfolger: E09/E10/H08.
Vorgehen#
1. Entscheidungsobjekte und Ebenen bestimmen.
2. Mandate und Rechte von Aufsicht, Leitung, Linien, Challenge und Audit definieren.
3. Betroffenen- und Widerspruchsräume gestalten.
4. Datenhoheit, Transparenz und Interessenkonflikte regeln.
5. Eskalation und Stop-Rechte festlegen. 6. Versionierung und unabhängige Evaluation verankern.
Leitfragen#
Wer darf entscheiden, wer challengen, wer stoppen?
Wer prüft die Bewertenden? Wie werden Interessenkonflikte offengelegt?
E08 · Wirkungsgovernance-Canvas – Fortsetzung
Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#
Governance-Ebenenmodell nach drei Linien plus Beteiligungs-/Widerspruchsraum und externe Legitimation.
Qualitätskriterien#
Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.
Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.
Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.
Rollen sind funktional getrennt. Widerspruch ist geschützt und entscheidungswirksam.
Governance umfasst Methodenpflege.
Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#
Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.
Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.
Ein Wirkungsboard ohne Macht oder Ressourcen bleibt symbolisch.
Unabhängigkeit nicht nur personell, sondern finanziell sichern.
Quellen- und Herkunftslinie#
Interne und externe Anschlussquellen: INT-03 · INT-10 · EXT-MGT-11 · EXT-MGT-14 · EXT-PUB-03. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.