WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 74 von 244

E10 · Wirkungsentscheidungsmemo#

PDF-Fassung

Entscheidungsdokument Entscheiden Version 1.0 · Quellen: INT-03 · EXT-MGT-14 · EXT- PUB-01 · EXT-IMP-22 Komplexe Wirkungsentscheidungen knapp, vergleichbar und revisionsfähig dokumentieren.

Verbindlicher Output Standardmemo mit Problem, Optionen, Evidenz, Wirkung, Grenzen, Risiken, Entscheidung, Auflagen und Lernplan.

Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz, wenn Wirkung in Ziele, Ressourcen, Portfolios, Governance oder formale Entscheidungen überführt werden muss. Nicht geeignet Nicht als paralleles Nachhaltigkeitssystem neben der eigentlichen Steuerung betreiben. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: alle Analysen. Nachfolger: H02/H03/H07.

Vorgehen#

1. Entscheidungsfrage und Optionen darstellen.

2. Evidenz- und Annahmenstatus zusammenfassen.

3. Wirkungsprofil und Empfänger vergleichen.

4. Grenzen, Risiken und Resilienz prüfen.

5. Empfehlung mit Gegenargumenten formulieren.

6. Entscheidung, Auflagen, Monitoring und Review dokumentieren.

Leitfragen#

 Welche Option wurde verworfen und warum?  Welche Annahme könnte die Entscheidung kippen?

 Welche Betroffenenperspektive bleibt strittig?

E10 · Wirkungsentscheidungsmemo – Fortsetzung

Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#

Zweiseitiges Memo mit Executive Summary, Optionsvergleich und verpflichtendem „Was könnte uns irren?“-Feld.

Qualitätskriterien#

 Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.

 Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.

 Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.

 Optionen und Nulloption sind enthalten.  Unsicherheit und Gegenargumente sind sichtbar.

 Reviewdatum und Konsequenzen sind festgelegt.

Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#

 Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.

 Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.

 Memo nicht auf Ampeln reduzieren.  Entscheidung darf nicht durch Informationsmenge verschleiert werden.

Quellen- und Herkunftslinie#

Interne und externe Anschlussquellen: INT-03 · EXT-MGT-14 · EXT-PUB-01 · EXT-IMP-22. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.