WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 79 von 244
F02 · Wirkungsversprechen-Canvas#
Weiterentwicklung Value Proposition Gestalten Version 1.0 · Quellen: INT-02 · INT-03 · EXT-MGT-03 · EXT-DES-06 · EXT-IMP-08 Nutzerwert, Wirkung für weitere Empfänger und Systemwirkung zu einem verantwortbaren Leistungsversprechen verbinden. Verbindlicher Output Wirkungsversprechen mit Nutzeraufgaben, Bedürfnissen, Zustandsgewinn, externen Wirkungen, Grenzen und Nachweis.
Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz für neue oder zu transformierende Angebote, Produkte, Services, Geschäfts-, Plattform- oder Finanzierungsmodelle.
Nicht geeignet Nicht mit Nutzerattraktivität oder Umsatzpotenzial beginnen, bevor Problem, Betroffene und Grenzen geklärt sind. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: F01/A04. Nachfolger: F03/F06.
Vorgehen#
1. Nutzer und weitere Empfänger unterscheiden.
2. Jobs, Bedürfnisse und Barrieren erfassen.
3. Gewünschte Zustandsveränderung formulieren.
4. Angebot und Wirkmechanismus verbinden.
5. Negative externe Wirkung und Grenzen prüfen.
6. Versprechen, Beleg und offene Hypothesen formulieren.
Leitfragen#
Welcher Nutzen entsteht für Nutzer, welcher Schaden bei anderen?
Welche Zustandsveränderung versprechen wir tatsächlich?
Wie wird das Versprechen belegt? F02 · Wirkungsversprechen-Canvas – Fortsetzung
Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#
Dreiteilige Arbeitsfläche: Nutzerperspektive, Empfänger-/Systemperspektive, Angebot; Fit-Zone in der Mitte.
Qualitätskriterien#
Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.
Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.
Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.
Nutzer- und Systemwert sind getrennt und verbunden.
Versprechen ist überprüfbar. Grenzen begrenzen Marketingclaims.
Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#
Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.
Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.
Gutes Kundenerlebnis nicht als Gesamtwirkung ausgeben.
Betroffene nicht als „Nichtkunden“ ignorieren.
Quellen- und Herkunftslinie#
Interne und externe Anschlussquellen: INT-02 · INT-03 · EXT-MGT-03 · EXT-DES-06 · EXT-IMP-08. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.