WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 80 von 244
F03 · Wirkungsmodell-Canvas#
Weiterentwicklung Business Model Canvas Gestalten Version 1.0 · Quellen: INT-03 · EXT-MGT-02 · EXT- MGT-03 · EXT-SYS-01 · EXT-IMP-10 Ein Geschäfts-, Finanzierungs- oder Leistungsmodell als dynamisches Wirkungssystem mit Zuständen, Empfängern, Mechanismen, Wertschöpfung, Tragfähigkeit, Grenzen und Lernen gestalten.
Verbindlicher Output Vollständiges Wirkungsmodell mit zwölf Feldern und Anschluss an Scorecards, Portfolios und Gates.
Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz für neue oder zu transformierende Angebote, Produkte, Services, Geschäfts-, Plattform- oder Finanzierungsmodelle.
Nicht geeignet Nicht mit Nutzerattraktivität oder Umsatzpotenzial beginnen, bevor Problem, Betroffene und Grenzen geklärt sind. Dauer Halber bis ganzer Tag Beteiligte 6–12 Personen aus Wirkung, Markt, Technik, Finanzen, Betrieb und Betroffenenperspektive Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: F01/F02/C03. Nachfolger: F07–F14/E07.
Vorgehen#
1. Ausgangszustand und Empfänger festlegen.
2. Wirkungsversprechen und Mechanismus eintragen.
3. Angebot, Nutzung und Beziehungen gestalten.
4. Wertschöpfung, Partner, Ressourcen und Lieferkette modellieren.
5. Ertrags-, Kosten- und Anreizlogik ergänzen.
6. Grenzen, Risiken, KII, Evidenz und Rückkopplung integrieren.
Leitfragen#
Welche Wirkung erzeugt das Modell auch ohne Wachstum?
Wo werden Kosten oder Risiken ausgelagert?
Wie verändert Lernen das Modell? F03 · Wirkungsmodell-Canvas – Fortsetzung
Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#
Zwölf-Felder-Canvas in vier Zonen: Wirkungsraum, Leistungsmodell, Wertschöpfung/Tragfähigkeit, Schutz/Rückkopplung.
Qualitätskriterien#
Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.
Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.
Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.
Alle Felder sind kausal verbunden. Wirkung ist nicht nur Zusatzfeld. Lebenszyklus, Grenzen und Rückkopplung sind integriert.
Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#
Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.
Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.
Canvas nicht statisch behandeln. Profitabilität nicht vor Wirkungszulässigkeit optimieren.
Quellen- und Herkunftslinie#
Interne und externe Anschlussquellen: INT-03 · EXT-MGT-02 · EXT-MGT-03 · EXT-SYS-01 · EXT-IMP-10. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.