WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 81 von 244
F04 · Wirkungsdesign-Doppelschleife#
Innovationsprozess Gestalten Version 1.0 · Quellen: INT-03 · EXT-DES-01 · EXT- DES-02 · EXT-DES-03 · EXT-SYS-01 Design Thinking und Double Diamond um Systemdiagnose, Wirkungsgrenzen, Netto-Wirkung, Umsetzung und Lernrückkopplung erweitern. Verbindlicher Output Durchgängiger Innovationsprozess von Problemraum über Wirkungsraum und Lösungsraum zur verantwortbaren Erprobung.
Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz für neue oder zu transformierende Angebote, Produkte, Services, Geschäfts-, Plattform- oder Finanzierungsmodelle.
Nicht geeignet Nicht mit Nutzerattraktivität oder Umsatzpotenzial beginnen, bevor Problem, Betroffene und Grenzen geklärt sind. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: A/B/C. Nachfolger: F05–F09/H02.
Vorgehen#
1. Wahrnehmen: Erfahrungen und Daten sammeln.
2. Verstehen: Problem, System und Betroffene modellieren.
3. Begrenzen: Rechte, rote Linien und Evidenz klären.
4. Gestalten: vielfältige Lösungen entwickeln.
5. Prüfen: Prototyp, Wirkung, Tragfähigkeit und Nebenwirkung testen.
6. Entscheiden/Umsetzen: Pilotieren, beobachten und in die nächste Schleife lernen.
Leitfragen#
Wann divergieren wir und wann braucht es eine Grenze?
Welche Wirkung testen wir neben Erwünschtheit?
Wie gelangen Erkenntnisse zurück in Problemverständnis?
F04 · Wirkungsdesign-Doppelschleife – Fortsetzung
Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#
Drei gekoppelte Schleifen: Problem-/Systemraum, Lösungs-/Wirkungsraum, Umsetzungs-/Lernraum; Gates zwischen den Schleifen.
Qualitätskriterien#
Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.
Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.
Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.
System- und Betroffenenanalyse gehen Ideation voraus.
Jede Konvergenz nutzt Entscheidungstore. Lernschleife reicht über Launch hinaus.
Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#
Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.
Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.
Menschenzentrierung darf Planet und Demokratie nicht unsichtbar machen.
Prototypenerfolg nicht mit Langzeitwirkung verwechseln.
Quellen- und Herkunftslinie#
Interne und externe Anschlussquellen: INT-03 · EXT-DES-01 · EXT-DES-02 · EXT-DES-03 · EXT-SYS-01. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.