WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 82 von 244
F05 · Wirkungsoptionen- und Ideenportfolio#
Ideation / Optionsdesign Gestalten Version 1.0 · Quellen: INT-03 · EXT-DES-01 · EXT- DES-03 · EXT-SYS-02 Vielfältige Interventionsoptionen auf unterschiedlichen Systemhebeln erzeugen, kombinieren und vor vorschneller Lieblingslösung schützen. Verbindlicher Output Breites Optionenportfolio mit Mechanismus, Hebeltiefe, Wirkung, Grenzen, Aufwand und Lernwert.
Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz für neue oder zu transformierende Angebote, Produkte, Services, Geschäfts-, Plattform- oder Finanzierungsmodelle.
Nicht geeignet Nicht mit Nutzerattraktivität oder Umsatzpotenzial beginnen, bevor Problem, Betroffene und Grenzen geklärt sind. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: B10/F04. Nachfolger: F06/F07.
Vorgehen#
1. How-might-we-Fragen aus Problem und Hebeln formulieren.
2. Optionen auf Parameter-, Informations-, Regel-, Infrastruktur- und Zielebene erzeugen.
3. Kombinations- und Unterlassungsoptionen ergänzen.
4. Frühen Grenz- und Nebenwirkungscheck durchführen.
5. Optionen nach Unterschiedlichkeit und Lernwert clustern.
6. Kandidaten für Prototypen auswählen.
Leitfragen#
Welche Option verändert Regeln statt nur Symptome?
Welche Low-Tech- oder Unterlassungsoption fehlt?
Welche Kombination erzeugt Synergie? F05 · Wirkungsoptionen- und Ideenportfolio – Fortsetzung
Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#
Optionenmatrix Systemhebeltiefe × Eingriffstyp; Karten je Option mit Wirkannahme und Grenze.
Qualitätskriterien#
Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.
Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.
Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.
Portfolio enthält strukturell verschiedene Optionen.
Grenzverletzungen werden früh entfernt. Auswahlkriterien sind transparent.
Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#
Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.
Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.
Brainstorming nicht mit Entscheidung vermischen.
Technologie- und Skalierungsbias vermeiden.
Quellen- und Herkunftslinie#
Interne und externe Anschlussquellen: INT-03 · EXT-DES-01 · EXT-DES-03 · EXT-SYS-02. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.