WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 83 von 244

F06 · Wirkungsprototyp-Canvas#

PDF-Fassung

Prototyping Gestalten Version 1.0 · Quellen: INT-03 · EXT-DES-01 · EXT- DES-04 · EXT-DES-10 Eine minimale Darstellung oder Intervention bauen, die neben Nutzung auch Mechanismus, Betroffenenwirkung und Risiken lernbar macht.

Verbindlicher Output Prototypplan mit Lernfragen, betroffenen Gruppen, Schutzmaßnahmen, Beobachtungen und Abbruchregeln.

Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz für neue oder zu transformierende Angebote, Produkte, Services, Geschäfts-, Plattform- oder Finanzierungsmodelle.

Nicht geeignet Nicht mit Nutzerattraktivität oder Umsatzpotenzial beginnen, bevor Problem, Betroffene und Grenzen geklärt sind. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: F02/F05/C06. Nachfolger: F07/F08.

Vorgehen#

1. Kritischste Wirkungs- und Nutzungsfrage wählen.

2. Niedrigst aufwendigen Prototyp bestimmen.

3. Betroffene und mögliche Belastung prüfen.

4. Beobachtungs- und Feedbackplan festlegen.

5. Schutz, Einwilligung und Abbruch regeln.

6. Ergebnis dokumentieren und Hypothesen aktualisieren.

Leitfragen#

 Was müssen wir lernen, bevor wir mehr investieren?

 Welche reale Belastung erzeugt der Test?  Welches Signal wäre Widerlegung? F06 · Wirkungsprototyp-Canvas – Fortsetzung

Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#

Canvas: Lernfrage, Hypothese, Prototyp, Teilnehmende, Wirkungssignal, Risiko/Schutz, Entscheidung.

Qualitätskriterien#

 Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.

 Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.

 Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.

 Prototyp ist auf Lernfrage zugeschnitten.

 Risiken und Einwilligung sind angemessen.

 Ergebnis verändert das Modell.

Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#

 Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.

 Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.

 Betroffene nicht als kostenlose Testobjekte behandeln.

 Oberflächenprototypen testen oft keine Systemwirkung.

Quellen- und Herkunftslinie#

Interne und externe Anschlussquellen: INT-03 · EXT-DES-01 · EXT-DES-04 · EXT-DES-10. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.