Methodische Abgrenzung
Ex-ante-Folgenprüfung und Reality Check
Ex-ante-Folgenprüfung schätzt mögliche Folgen vor einer Entscheidung; der Reality Check prüft später beobachtete Zustände und Evidenz gegen die ursprünglichen Annahmen und führt die Erkenntnisse in die nächste Analyseversion zurück.
Auf einen Blick
- Einordnung: Methodische Abgrenzung im Bereich Grundbegriff.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Gesetzesfolgenabschätzung (GFA), Wirkungsmonitoring, Wirkungsrückkopplung.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Die staatliche Gesetzesfolgenabschätzung ist primär ex ante ausgerichtet, enthält nach § 44 Absatz 7 GGO aber auch Vorgaben dazu, ob und nach welchem Zeitraum die beabsichtigten Wirkungen, Angemessenheit von Kosten und Ergebnissen sowie eingetretene Nebenwirkungen überprüft werden sollen.
Der WÖk-Reality-Check behauptet deshalb nicht, Ex-post-Überprüfung neu erfunden zu haben. Er bezeichnet die systematische Rückführung von StateObservations, EvidenceEvents, Unsicherheit und Zurechnung in eine versionierte Wirkungsanalyse, Recommendation und nächste Entscheidung.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
WÖk verbindet Ex-ante-Hypothesen, Monitoring, Zurechnung und Revision in einem nachvollziehbaren Lifecycle. Der Zusatznutzen ist die integrierte, objektspezifische Rückkopplung, nicht die bloße Existenz einer Evaluation.
Verwendung
Verwendung
„Ex-ante-Folgenprüfung und Reality Check“ wird verwendet, um Aussagen, Daten, Werkzeuge oder Entscheidungen im Bereich Grundbegriff präzise zuzuordnen.
Als Methodische Abgrenzung macht der Begriff sichtbar, welche Frage geprüft werden muss; er ersetzt weder Belege noch eine Bewertung der tatsächlichen Wirkung.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Nicht als bloßes Schlagwort verwenden: „Ex-ante-Folgenprüfung und Reality Check“ braucht Kontext, Bilanzgrenze und Prüffrage.
- Nicht mit einer fertigen Bewertung verwechseln: Der Begriff ordnet ein, er entscheidet nicht automatisch.
- Nicht von Datenqualität trennen: Als Methodische Abgrenzung bleibt er nur belastbar, wenn Quelle, Bedeutung und Grenze sichtbar sind.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Ex-ante-Folgenprüfung und Reality Check“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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