WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 9 von 23
7. Wirkungsarchitektur im Unternehmen: vom Bericht zum Steuerungskreislauf#
Ein Unternehmen als Wirkungssystem braucht einen Kreislauf. Erstens: Wirkungsrelevante Daten werden erfasst.
Zweitens: Sie werden über WÖk-IDs, Benchmarks und Scorecards eingeordnet. Drittens: Sie werden in Entscheidungsgremien eingebracht. Viertens: Entscheidungen verändern Produkte, Prozesse, Einkauf, Investitionen oder Kommunikation. Fünftens: Die Folgen werden gemessen und in die nächste Entscheidung rückgekoppelt. Dieser Kreislauf ist nicht identisch mit klassischem Nachhaltigkeitsmanagement. Klassisches Nachhaltigkeitsmanagement hat oft Projektcharakter. Die WÖk-Wirkungsarchitektur ist ein Steuerungssystem. Sie verankert Wirkung dort, wo heute Budget, Risiko, Produktfreigabe, CapEx, Personalplanung und strategische Portfolioprüfung entschieden werden. Schritt Beschreibung Mindestanforderung 1. Erkennen Welche Wirkungspotenziale und Wirkungsrisiken entstehen? Wirkungsradar, Stakeholder-/Wirkungsempfängeranalyse 2. Messen Welche Daten liegen vor und welche fehlen?
WÖk-ID-Mapping, ESRS-/GRI-/NACE- Brücke, Datenqualitätsstufen 3. Bewerten Wie wird die Wirkung am Referenzrahmen eingeordnet? Scorecard, rote Linien, Reverse Merit Order, NWI 4. Entscheiden Welche Managemententscheidung folgt daraus? Wirkungsfreigabe in Strategie, Produkt, Einkauf, Investition 5. Rückkoppeln Was hat sich tatsächlich verändert? T-SROI, Lernschleife, Audit, öffentliche Berichterstattung