WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 28 von 29

17. Einbindung in Vergütung und Führung#

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Wirkungskennzahlen können in Führungssysteme einfließen, müssen aber vorsichtig eingesetzt werden. Sie sollen Verantwortung fördern, nicht Kennzahlenspiel erzeugen. Deshalb dürfen Boni nicht nur an einzelne isolierte Indikatoren gekoppelt werden, sondern müssen Datenqualität, Nichtkompensation und langfristige Wirkung berücksichtigen. Führungskräfte sollten nicht dafür belohnt werden, Werte kosmetisch zu verbessern, sondern für echte Wirkungsverbesserung: bessere Produktwirkung, weniger Lieferkettenrisiko, höhere Resilienz, geringere Blindleistung, stärkere Mitarbeitendenentwicklung und messbare Prävention.

Der Schutz vor Fehlanreizen ist zentral. Jede vergütungsrelevante Wirkungskennzahl braucht Audit, Kontext, rote Linien und Revisionsmöglichkeit. 18. Implementierungspfad im Unternehmen Der sinnvollste Einstieg ist ein Pilot in einem Produktbereich oder einer Investitionsentscheidung. Dort werden KII, Scorecard, NWI und Entscheidungsprozess getestet. Danach werden Einkauf, Produktentwicklung, Risiko und Finanzplanung angebunden. Wirkungscontrolling braucht Mandat. Ohne Geschäftsführungsmandat bleibt es Berichterstattung. Mit Mandat wird es Teil des Managementsystems. Phase Aufgabe Ergebnis 0-3 Monate Wirkungsrelevante Entscheidungen identifizieren Pilotliste und Verantwortlichkeiten 3-6 Monate KII/WÖk-ID-Mapping und Datenqualität festlegen Scorecard-Prototyp 6-12 Monate Pilotentscheidungen mit NWI/T-SROI begleiten Entscheidungsvorlagen und Lessons Learned 12-18 Monate Budget-, CapEx- und Risikoprozesse anbinden Management-Cockpit 18-24 Monate Revision, Audit und Rollout lernendes Wirkungscontrolling