WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 12 von 17
11. Einzeldossier: Wirkungsaufsicht, Kapitalmissbrauch und toxische Finanzprodukte#
Finanzaufsicht wird um Wirkungsrisiko, algorithmische Kapitalentscheidungen, Oligarchienetzwerke und demokratiegefährdende Finanzprodukte erweitert.
Praxisfrage#
Welche Entscheidung soll mit diesem Dossier besser getroffen werden? Das Dossier hilft, Kapitalflüsse, Risiken, Datenqualität, Steuerbezug und Fondsfähigkeit wirkungsökonomisch zu prüfen.
Beispiel#
Beispiel: Ein Portfolio enthält erneuerbare Infrastruktur, nachhaltige Materialien und gleichzeitig eine Beteiligung an einem Desinformationsnetzwerk. Klassisch kann es diversifiziert wirken. Wirkungsökonomisch greift die rote Linie: demokratiegefährdende Kapitalwirkung begrenzt die Bewertung.
Datenquellen#
WÖk-IDs und Scorecards CSRD/ESRS, GRI, EU-Taxonomie und Lieferkettendaten Bank-, Kredit-, Versicherungs- und Portfoliodaten Öffentliche Statistik, Szenarien und Aufsichtsdaten Datenqualitätsklasse A bis D
Berechnungslogik#
Arbeitsmatrix v0.1: Bewertung = operative Netto-Wirkung (NWI) + Transformationswirkung (T-SROI) + Resilienz + Datenqualität - rote-Linien-Malus. Die Gewichtung muss je Sektor und politischer Ausgestaltung spezifiziert werden. Ebene Inhalt NWI Bewertet operative Netto-Wirkung. T-SROI Bewertet Transformationswirkung und Systemhebel.
Rote Linien Verhindern Schönrechnung und Kompensation schwerer Schäden. Datenqualität Steuert Vertrauen, Prüfpflicht und Bonusfähigkeit.
Politische Wahl Legt Gewichtung, Fristen, Schwellen und Zuständigkeiten fest.
Umsetzung und Schutz#
Die Umsetzung muss proportional, prüfbar und korrigierbar sein. Kleine Akteure brauchen vereinfachte Pfade; große Kapitalströme benötigen strengere Daten- und Prüfpflichten. Das Dossier ist kein automatisches Urteil, sondern eine Entscheidungsgrundlage.